Der BU-Profi

VorlageBlog-14-BeitragsbildImmer wieder hört und liest man den Rat eine BU-Police möglichst früh bzw. in jungen Jahren schon abzuschließen. Aber ist es schon sinnvoll eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler abzuschließen? Schüler ist ja noch kein echter Beruf, oder?

„Mit einem Abschluss warte ich bis ich richtig Geld verdiene“

In jungen Jahren und insbesondere als Schüler sieht es meistens so aus, dass am Ende es Geldes noch jede Menge Monat über ist. Und gerade in dieser Situation soll man nun eine BU-Versicherung abschließen. Das klingt nach einem sehr schlechten Deal.

Erst mal die Schule und die Ausbildung oder das Studium beenden. Dann richtig Geld verdienen und nun kann man sich den Abschluss ja noch überlegen, oder? In jungen Jahren bleibt man ja außerdem sowieso gesund und da kann man bis zur Antragsstellung noch eine Menge Geld einsparen.

Alle diese Überlegungen kann ich als Versicherungsmakler sehr gut nachvollziehen, denn auch ich war einmal in der Schule und in der Ausbildung. Und bei mir ist bis heute auch alles gut gegangen, ich habe glücklicher Weise bis dato allen schweren Erkrankungen entgangen.

Aber auch ich habe in meinem BU-Vertrag einen Ausschluss, weil ich zum Zeitpunkt der Antragsaufnahme schon diverse Vorerkrankungen mitgebracht habe. Man wird ja in der Regel weder jünger noch gesünder. Und genau hier liegt der Erste wichtige Vorteil: Da man in frühen Lebensjahren häufig weniger Krankheiten mit sich rumgeschleppt hat, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung meistens noch ohne Ausschlüsse oder Zuschläge möglich.

Auch finanziell lohnt sich langes warten nicht. Zum einen, weil der Beitrag jedes Jahr mit zunehmendem Alter steigt und in Summe auf die gesamte Laufzeit betrachtet gleich hoch oder sogar einen Tacken höher ist. Zum anderen gehören Schüler und Studenten zu den günstigsten Berufsgruppen. Auch bei einem Wechsel in einen eigentlich teureren Beruf bleibt in der Regel der Beitrag für den bestehenden Vertrag identisch.

Der Versicherungsschutz wechselt übrigens bei einem Berufswechsel auch auf die neue Tätigkeit mit – und das in der Regel zum Schüler- oder Studentenpreis. Lohnt sich!

Sollen wir Ihnen das Thema näher erklären?

Falls Sie spezielle Fragen  haben, die in diesem Text nicht beantwotet werden können, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

 

Junge Menschen werden niemals krank?

Es stimmt, dass mit steigenden Lebensjahren auch die Gefahr für schwere Krankheiten steigt. Schön, wenn man sich bis zu einem Bestimmten Alter darauf verlassen könnte. Leider sieht die Realität oft anders aus: auch Schüler, Azubis und Studenten können an Krebs- und Tumorerkrankungen leiden, an psychischen Problemen leiden oder auch Herz-Kreislauf- oder Nervenkrankheiten bekommen. In solchen Fällen ist fast ausnahmslos eine Unterbrechung der Schule, des Studiums oder der Ausbildung unausweichlich. Zumindest für die in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler geforderten mindestens 6 Monate.

In diesen Fällen erhält man dann die vereinbarte Versicherungsleistung (monatliche Rente) so lange bis die bisherige Tätigkeit wieder in altem Umfang aufgenommen werden kann. Ganz egal, ob man vorher weniger oder gar kein Einkommen hatte.

Worauf ist insbesondere bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler zu achten?

Grundsätzlich gelten für Schüler, Azubis und Studenten natürlich die gleichen Grundsätze wie auch in allen anderen Berufen: die Versicherungsbedingungen sollten zwingend bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.

Zusätzlich ist hier bei einem Schüler zu beachten, dass es keine Verweisungsmöglichkeiten auf andere Schulformen gibt. Sonst könnte der Gymnasiast mit psychischen Problemen gegebenenfalls auf eine Haupt- oder Sonderschule verwiesen werden.

Beim Studenten kann es wichtig sein, dass hier auch schon der angepeilte Beruf abgesichert ist. Sollte also das weitere studieren möglich sein, der spätere Beruf aber nicht, gibt es die BU-Rente.

Starttarife können ein guter Einstieg sein

Wer sich jetzt denkt „das macht alles Sinn, aber die Beiträge kann ich mir nicht leisten“, für den könnten Starttarife eine Lösung sein. Diese Tarife sichern die gewünschte Leistung zu einem Bruchteil es Beitrags ab. Anfänglich. Denn zu Verschenken haben Versicherungen nichts. Deshalb ist der gesamte Beitrag über die Laufzeit teurer als im Normaltarif. Dafür sichere ich mir aber schon heute den wertvollen Schutz und die oben genannten Beitragsvorteile. Aber Achtung, hier gilt es aufzupassen: es gibt Anbieter, die nach der Schule den dann neu ausgeübten Beruf für den Beitrag bewerten. Von denen sollte man die Finger lassen.

Welche sind die besten Tarife für eine Schüler-BU-Versicherung?

Wenn Sie für Ihr Kind eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Schüler abschließen wollen, dann sollte der Versicherungsschutz auch das halten was er verspricht. Außerdem ist es empfehlenswert, dass der Versicherer bei späteren Erhöhungen nicht nur auf eine Gesundheitsprüfung, sondern auf die gesamte Risikoprüfung verzichtet. In der letzten Woche habe ich erst eine ehemalige Schülerin ohne Risikoprüfung nachversichert. Da sie nach dem Gymnasium in die Altenpflege gegangen ist, wäre eine Erhöhung in dem aktuellen Beruf als Altenpflegerin sehr teuer. Wir konnten nun aber die BU-Rente auf bis zu 1.800,- Euro zum Beitrag einer Schülerin erhöhen.

In der Kombination der bestmöglichen Schülerklausel und der Nachversicherungsgarantie ohne Risikoprüfung sind aktuell die Berufsunfähigkeitsversicherung der Bayersichen, der Baloise und die BU der LV1871 meine erste Wahl.

Auch die Hannoversche BU und die BU-Versicherung der Nürnberger haben sowohl eine sehr gute Schüler-Klausel, wie auch Nachversicherungsmöglichkeiten ohne erneute Risikoprüfung, aber die maximale BU-Rente ist jeweils auf 6.000,- Euro pro Monat begrenzt. Das kann über die sehr lange Laufzeit später zum Problem werden. 

Da bei Schülerinnen und Schülern eine Aufteilung auf mehrere BU-Versicherungen aufgrund der maximalen Rentenhöhe von 1.500,- Euro in den meisten Fällen nicht besonders sinnvoll ist, kann diese Grenze somit auch dadurch schwer ausgehebelt werden. 

Die Police der LV1871 ist sogar schon ab dem 6. Lebensjahr abschließbar, bei der Bayerischen, der Baloise, der Nürnberger und der Hannoversche geht es ab dem 10. Lebensjahr los.

Auch den HDI und die Alte Leipziger möchte ich nicht unerwähnt lassen, da die Versicherungsbedingungen jeweils durchaus zur Marktspitze zählen. Für eine Schüler-Berufsunfähigkeitsversicherung sehe ich es allerdings oftmals als problematisch, dass eine Erhöhung der BU-Rente im Rahmen der Nachversicherungsgarantie nur unter Angabe des später ausgeübten Berufs möglich ist. 
Wer nach der Schule ins Handwerk oder in die Pflege geht, muss dann für die Erhöhung einen deutlichen Beitragsaufschlag hinnehmen. Das ist in vielen Fällen teuer, in einigen sogar unmöglich. 
Sollte allerdings aufgrund des Gesundheitszustandes einer dieser beiden das beste Ergebnis im Rahmen der Risikovoranfrage präsentieren, dann ist es durchaus eine Überlegung wert diesen Nachteil in Kauf zu nehmen.

Sofern Sie die vielen Vorteile erkannt haben, Ihr Kind aber noch keine 6 Jahre alt ist, dann macht es durchaus Sinn über eine Grundfähigkeitsversicherung für Kinder einige dieser wertvollen Vorteile zu sichern. Das geht sogar ab dem sechsten Lebensmonat. 

Wenn Sie genau wissen möchten, welche Absicherung am besten für Ihr Kind geeignet ist, dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht oder tragen sich direkt einen kostenfreien Kennenlern-Termin ein. 

 

 

 

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