Für jeden, der seine Lebensstellung schützen will
Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Häufig ist der Satz 'Jeder, der von seiner Arbeitskraft lebt, braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung' zu lesen. Doch dieser Satz basiert auf einem grundlegenden Fehler: Deutschland verfügt über ein sehr starkes Sozialsystem, in dem niemand verhungern muss und jeder ein Dach über dem Kopf finden wird. Auch im Fall einer schweren Krankheit oder eines folgenschweren Unfalls ist für eine medizinische Versorgung und ein Leben im einfachen Standard gesorgt.
Wer allerdings in Schule, Ausbildung, Studium und späterem Beruf Karriere macht, sich einen Lebensstandard erarbeitet hat und für die spätere Altersvorsorge spart, der hat zunehmend mehr zu verlieren, wenn er sich auf das soziale Netz verlässt. Bevor es Sozialhilfe gibt, muss – je nach Haushaltsgröße – zunächst das eigene Vermögen, bis zum Schonvermögen, weitestgehend aufgebraucht werden.
Daraus lässt sich ableiten: 'Jeder braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung, der im Fall einer Krankheit oder nach einem schweren Unfall seinen hart erarbeiteten Lebensstandard weiterhin aufrechterhalten will.' Dieser Aussage schließen wir uns vollumfänglich an.
Und damit trifft der Bedarf einer BU-Versicherung insbesondere auf unsere Zielgruppen – Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, MINT-Berufe und die jeweiligen Studiengänge – in besonderem Maße zu.
Informatiker und MINT-Berufe
Ein 30-jähriger Informatiker verdient laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Median rund 55.000 Euro brutto im Jahr. Mit einer konservativen jährlichen Lohnsteigerung von 3% (aus Karriereprogression und allgemeiner Lohnentwicklung) ergibt sich bis zum 67. Lebensjahr ein kumuliertes Brutto-Lebenseinkommen von rund 3,6 Millionen Euro. Bei einer realistischeren Lohnentwicklung von 3,5% sind es über 4 Millionen Euro.
Zum Vergleich: Das Bürgergeld liegt aktuell bei 563 Euro monatlich, rund 6.750 Euro im Jahr. Die Lücke zwischen dem, was Sie aufgebaut haben, und dem, was der Staat zahlt, beläuft sich auf mehrere Millionen Euro. Welche Klauseln und Konzepte für MINT-Berufe darüber hinaus entscheidend sind, lesen Sie in unserem ausführlichen Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung für MINT-Berufe.
Ingenieure
Für einen 30-jährigen Ingenieur mit drei Jahren Berufserfahrung liegt das typische Jahresgehalt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 53.000 € brutto. Auf 37 Berufsjahre bis zur Rente gerechnet, mit 3% jährlicher Lohnsteigerung, ergibt das ein kumuliertes Lebenseinkommen von 3,5 Millionen Euro – bei 3,5% Steigerung knapp 3,9 Millionen Euro.
Ingenieure, die Führungsverantwortung übernehmen, erreichen ab 45 Jahren regelmäßig Gehälter zwischen 70.000 und 90.000 Euro. Das reale Lebenseinkommen liegt dann entsprechend höher.
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte
Ein 30-jähriger Rechtsanwalt (zwei Jahre nach dem zweiten Staatsexamen, mit ersten Berufsjahren in einer Kanzlei) verdient laut Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer im Median rund 58.000 Euro brutto im Jahr. Bis zum 67. Lebensjahr ergibt das bei 3% jährlicher Steigerung ein kumuliertes Lebenseinkommen von 3,8 Millionen Euro, bei 3,5% Steigerung rund 4,3 Millionen Euro.
Fachanwälte und Partner in Großkanzleien, die auf Jahresgehälter von 120.000 Euro und mehr kommen, liegen deutlich darüber. Welche Klauseln und Konzepte für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte darüber hinaus entscheidend sind, lesen Sie in unserem ausführlichen Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Rechtsanwälte.
Ärztinnen und Ärzte
Für Ärztinnen und Ärzte rechnen wir in zwei Karrierephasen: In den ersten fünf Jahren als Assistenzarzt in der Weiterbildung liegt das Startgehalt nach den Entgelttabellen des TV-Ärzte (Marburger Bund) bei rund 67.500 Euro brutto im Jahr. Ab dem 36. Lebensjahr steigt das Einkommen mit dem Facharzt-Abschluss typischerweise auf 100.000 Euro brutto und mehr.
Über diese Karriere summiert sich das Brutto-Lebenseinkommen auf mindestens 5,3 Millionen Euro. Für Ärztinnen und Ärzte mit leitender Funktion oder eigener Praxis liegt die Zahl noch deutlich höher.
Der Eintritt in das ärztliche Versorgungswerk ändert an dieser Lücke nichts: Das Versorgungswerk zahlt erst ab 100% Berufsunfähigkeit, ein Schwellenwert, den nach unseren Erkenntnissen aus dem Abgleich der Versorgungswerk-Geschäftsberichte nur rund jede zwanzigste Person erreicht, die nach den Kriterien einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ihre Leistung bekäme. Welche Klauseln, Kosten und Konzepte für Ärztinnen und Ärzte darüber hinaus entscheidend sind, lesen Sie in unserem ausführlichen Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte.
Berufseinsteiger nach dem Studium
Wer mit 30 Jahren frisch ins Berufsleben einsteigt – nach Bachelor oder Master in einem beliebigen Studienfach –, kann sein Startgehalt über den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für den eigenen Beruf nachschlagen.
Als Orientierung: Der Median aller Akademikerinnen und Akademiker in Vollzeit liegt laut Destatis 2025 bei rund 60.500 Euro brutto im Jahr. Für einen konservativen Einstieg mit 30 Jahren rechnen wir mit 48.000 € brutto. Über ein volles Berufsleben bis 67, mit 3% jährlicher Lohnsteigerung, ergibt das ein kumuliertes Lebenseinkommen von 3,2 Millionen Euro.
Auch ohne Spitzengehalt: Die Lücke zwischen diesem Lebenseinkommen und dem, was der Staat im Berufsunfähigkeitsfall zahlt, ist so groß, dass der Lebensstandard ohne private Absicherung nicht annähernd zu halten wäre.