Jeder, der schon einmal eine Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung abgeschlossen hat kennt sie: die Risiko- und Gesundheitsfragen im Antrag. Aber auch die meisten anderen werden von ihnen schon gehört haben. Immerhin wird immer wieder auf die Wichtigkeit dieser Fragen hingewiesen. Und auch darauf diese korrekt zu beantworten.

Bereiten Sie sich richtig vor

Bevor Sie die erste Frage auch nur gelesen haben sollten Sie jedoch ein paar Hausaufgaben machen. Stellen Sie es sich einfach wie eine Klassenarbeit in der Schule vor. Je mehr Sie vorher gelernt haben, je weniger Angst brauchen Sie vor den Fragen des Tests haben.

Bei den Risiko- und Gesundheitsfragen verhält es sich ganz genauso.

Gehen Sie doch einfach einmal in Sich und überlegen welche Ärzte Sie in den letzten 10 Jahren besucht haben. Nehmen Sie vielleicht täglich oder in anderen regelmäßigen Abständen Medikamente? Was könnte sonst noch sein? Um hier auf Nummer Sicher zu gehen können Sie als Privatpatient Ihre Arztrechnungen der letzten 10 Jahre einfach mal wieder durchgehen. Als Kassenpatient fordern Sie von Ihrer Krankenkasse doch einfach einmal die Abrechnungen der letzten Jahre. Auch hier sehen Sie, welche Ärzte mit Ihrer Kasse abgerechnet haben.

Und genau bei diesen Ärzten fordern Sie Ihre Krankenakte an und studieren diese. Passt alles? Haben Sie vielleicht die ein oder andere Krankheit oder Behandlung vergessen? Oder stehen vielleicht sogar Diagnosen in den Unterlagen von denen Sie gar nichts wussten.

Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt (nicht den Apotheker)

Sollten Ihnen merkwürdige Diagnosen oder Verschreibungen auffallen, von denen Sie noch gar nichts wussten, suchen Sie bitte umgehend das Gespräch mit dem jeweiligen Arzt. Nur in einem persönlichen Gespräch lässt sich klären ob es sich hier um einen Abrechnungsbetrug handelt oder ob Sie eine Diagnose vielleicht längst verdrängt haben (weil Sie sich ja gut fühlen). Insbesondere in erstem Fall sollte Ihr Arzt die falsch gestellte Diagnose schnellstmöglich richtig stellen.