Wenn Sie einen Bericht über eine Berufsunfähigkeitsversicherung lesen, dann wird Ihnen immer dazu geraten auf einen Verzicht der Abstrakten Verweisung zu achten. Was bedeutet das eigentlich und wie wichtig ist dieser Verzicht wirklich?

Was ist die abstrakte Verweisung?

Wenn Sie in Ihrem Beruf zum Maschinenbauingenieur oder IT-Berater nicht mehr arbeiten können, dann sind Sie berufsunfähig. Damit haben Sie einen Anspruch auf eine Berufsunfähigkeits-Rente. Je nachdem, durch welche Erkrankung oder welche Beschwerden Sie berufsunfähig sind, besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, dass Sie noch in einem anderen Beruf arbeiten könnten. Können Sie wegen psychischer Erkrankung nicht mehr konzentriert in Ihrer Tätigkeit arbeiten, ist es aber vielleicht möglich, dass Sie im Stadtpark das Laub fegen. Oder, dass Sie im Supermarkt die Regale auffüllen.

Nun wird oft behauptet, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit abstrakter Verweisung in solchen Fällen nicht zahlt. Sie würden erst dann Ihre Leistung bekommen, wenn Sie gar nichts mehr machen können.

Stimmt das?

Die Lebensstellung muss gewahrt bleiben.

Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Verzicht auf die abstrakte Verweisung hat die Aufgabe Ihre Lebensstellung zu wahren. Sind die theoretisch für Sie noch möglichen Tätigkeiten entweder im sozialen Ansehen bzw. der Wertschätzung oder beim Einkommen schlechter gestellt, als Ihr letzter Beruf, dann können Sie nicht abstrakt verwiesen werden. Auch deshalb macht die abstrakte Verweisung gerade einmal zwischen einem und zwei Prozent aller Ablehnungen aus.