Der BU-Profi

Der Anteil an Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, die eine BU-Versicherung abschließen wollen, nimmt stetig zu. Neben „leichteren“ psychischen Erkrankungen wie dem Burn-out, kommt auch immer häufiger das Thema leichte Depressionen und sogar schwere Depressionen vor.

Mit der Frage, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz psychischer Probleme möglich ist, musste sich vor wenigen Tagen unser Experte Benjamin Friedrich beschäftigen.

Warum dieser Fall so besonders ist und ob beziehungsweise wie es uns gelungen ist, den Kunden richtig gut zu versichern, können Sie in diesem Beitrag nachlesen.

Der Bu-Profi: Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Depression - wie geht das?

Sollen wir Ihnen das Thema näher erklären?

Falls Sie spezielle Fragen  haben, die in diesem Text nicht beantwortet werden können, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Eine Info gleich vorweg, damit wir keine falschen Erwartungen wecken:

Wer aktuell unter Depressionen leidet oder in den letzten Jahren gelitten hat, dem mache ich grundsätzlich wenig Hoffnung auf eine BU-Versicherung ohne Ausschlussklausel von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen.

Psychische Erkrankungen sind zwar mit rund 25 % aller Leistungsfälle die häufigste Ursache, der mit Abstand größere Teil, nämlich die restlichen 75 %, sind jedoch andere Erkrankungen sowie Unfälle.

Und genau deswegen macht eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch mit Ausschluss von psychischen Leiden viel Sinn. 

 

Der hohe Druck macht junge Menschen früh kaputt

Für die meisten unserer Kundinnen und Kunden aus den Bereichen Unternehmensberatung, Kammerberufe, technische Berufe sowie in den Versicherungsangestellten Berufen führte der Weg zur Karriere über ein Studium.

Bei vielen Studenten kommt dabei eins zum anderen: das viele Pauken, der selbst gemachte Stress möglichst gut abzuschneiden und dann in vielen Fällen auch noch die Erwartungshaltung der Eltern und aus dem Umfeld. Nicht selten führt dieser immense Druck dann zu psychischen Krankheiten.

In einigen Fällen entsteht so bereits im Studium eine mehrmonatige oder sogar dauerhafte Berufsunfähigkeit. Wie sinnvoll eine Berufsunfähigskeitsversicherung für Studenten ist, erfahren Sie in diesem Artikel von uns: BU für Studenten

Als sich neulich ein neuer Interessent einen Kennenlern-Termin buchte, war vorher schon einiges passiert.

Während im Laufe des Studiums die ersten Anzeichen einer psychischen Erkrankung und sogar von Depressionen aufgetreten sind, ging es in einen Ärztemarathon.

Dabei verfolgten einige schulmedizinische Behandlungen, während andere auf alternative Ansätze mit Vitaminen schworen.

Unter anderem durch die verschiedenen, teilweise harschen Aussagen der unterschiedlichen Ärzte, kam es zu weiterer Verunsicherung. Der Gesundheitszustand verschlimmerte sich immer weiter.

Bis heute befindet er sich noch in laufender Psychotherapie, konnte aber die Beschwerden auf ein deutliches Minimum reduzieren und in einem neuen Studiengang durchstarten.

 

Viele Versicherungsmakler lehnten ab – wir machen es einfach!

Bei seiner Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung fragte er bei mehreren Versicherungsmaklern an.

Dabei waren auch sehr prominente Maklerunternehmen, die in der Google-Suche sogar manchmal, wenn auch selten ;-), vor uns liegen.

Allerdings lehnten ihn alle diese Versicherungsmakler ab.

„Keine Chance auf eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit“ – „das ist aussichtslos, da brauchen wir uns gar keine Arbeit machen“ – und Ähnliches durfte er sich anhören.

Nicht bei uns!

Durch unsere sehr hohe Kompetenz im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung und der damit verbundenen anonymen Risikoanfrage sowie den sehr guten Kontakten zu den besten Risikoprüfern der relevanten Versicherer am Markt, fangen wir oft da erst an, wo andere schon längst aufgeben 🙂

Und so hat sich Benjamin diesem Fall angenommen.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Depressionen – (wie) ist das versicherbar?

Wie bei jeder anderen Krankheit gibt es auch bei psychischen Erkrankungen keine pauschale Lösung.

In der Regel kann man die Versicherbarkeit in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung aber an folgenden Voraussetzungen festmachen:

  • In welchem Zusammenhang steht die bestehende Krankheit zu Ihrem Beruf oder zur möglichen beruflichen Tätigkeit bei Studenten, Schülern und Azubi?
  • Welche Art von psychischer Vorerkrankung liegt vor?
  • Wie gut ist die Risikovoranfrage aufbereitet, geschrieben und (anhand von Befunden der behandelnden Ärzte) belegt?
  • Wie gut kennt sich der jeweilige Risikoprüfer beim BU-Versicherer mit dieser Art von Erkrankung aus?

Und da wir den Markt sehr gut kennen und auch wissen, wie man eine Risikovoranfrage so schreibt, dass sie der vorvertraglichen Anzeigepflicht zu 100% nachkommt und für den Risikoprüfer so geschrieben ist, dass er sich so gut in die jeweilige Situation reinversetzen kann, dass er eine gute Entscheidung treffen kann, haben unsere Kunden deutlich bessere Chancen auf eine sehr gute Absicherung gegen Berufsunfähigkeit.

Ganz wichtig: Auch wir können nicht zaubern und sind vor allem auf die unbedingte Mithilfe unserer jeweiligen Kunden angewiesen. Am Ende können wir nur das nutzen, was wir geliefert bekommen.

 

War eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Depressionen möglich?

Insgesamt haben wir in diesem Fall vier Versicherungen angeschrieben: Die Allianz, die Baloise, die Bayerische und die LV 1871.

Die LV 1871 hat das Risiko aus gesundheitlichen Gründen gänzlich abgelehnt.

Die Allianz wollte eine Berufsunfähigkeit aufgrund psychischer und psychosomatischer Ursache ausschließen und mit einen Beitragszuschlag von 125% versichern.

Die Bayerische wollte kein Votum abgeben und den Vorgang erst nach Eingang eines Antrags prüfen. Aus meiner Sicht ein No-Go, denn wie wollen wir prüfen, ob die Versicherung in Frage kommt um dann einen Antrag zu stellen, wenn das Ergebnis erst nach Antragsstellung kommt?

Und die Baloise nahm den BU-Antrag mit dem Ausschluss „Psyche“ an.

Somit haben wir unter vier angefragten Versicherungen 2 Versicherer mit einer Annahme erreichen können.

Fairerweise kamen noch einige weitere Erkrankungen wie eine Corona-Infektion, eine leichte Kurzsichtigkeit und weitere „Kleinigkeiten“.

 

Eine Annahme trotz psychischer Erkrankungen ist keine Ausnahme

Dennoch kann man die Frage stellen, ob diese Annahme bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglicherweise eine Ausnahme oder gar ein Zufall gewesen ist.

Das mag zwar den Betroffenen in obiger Situation nicht interessieren, aber vielleicht , wenn Sie eine BU-Rente versichern möchten und ebenfalls unter einer psychischen Erkrankung gelitten haben oder leiden.

Alleine in diesem Jahr hatten wir mehreren Kundinnen und Kunden mit höherem Risiko helfen können, eine BU-Rente abzusichern.

Besonders fällt mir dabei ein Fall ein, bei dem der Interessent selbst Ablehnungen bei verschiedenen Versicherungsmaklern und Versicherern erhalten hat und sich in letzter Not bei uns meldete, um gegebenenfalls noch eine Grundfähigkeitsversicherung zu bekommen.

Aufgrund eines Burn-Out vor wenigen Jahren inklusive Psychotherapie hielt er den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für aussichtslos.

In seiner Situation kam „erschwerend“ hinzu, dass aufgrund seines Einkommens eine BU-Rente von rund 6.000,- Euro im Monat angemessen wäre.

Das ist bei einem einzelnen Versicherer schon bei Menschen ohne erhöhtem Risiko nicht ohne ein zusätzliches ärztliches Zeugnis möglich. Bei derartigen Vorerkrankungen wird es natürlich nicht leichter.

Das Ergebnis: Wir haben die 6.000,- Euro Gesamtrente mit jeweils 3.000,- Euro bei Die Bayerische und 3.000,- Euro beim HDI versichern können.

In beiden Fällen OHNE Ausschlussklauseln und somit mit voller Absicherung im Fall von Berufsunfähigkeit.

Neben diesen beiden recht komplexen Vorgängen konnten wir in diesem Jahr ebenfalls zahlreiche weitere Kundinnen und Kunden mit psychischen Erkrankungen helfen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Und das sehr oft auch komplett ohne Ausschluss.

Unter anderem eine Kundin mit Psychotherapie während der Corona-Zeit aufgrund der Mehrfachbelastung wegen Kinderbetreuung (homeschooling), Haushalt und Arbeit oder ein Kunde, der gegen Platzangst in gewissen Situationen medikamentös behandelt wird.

Bei beiden Kunden gab es ebenfalls eine Versicherung ohne Ausschlüsse.

 

Besser früher an später denken und mit der Berufsunfähigkeitsversicherung starten

Alle diese guten Erfahrungen sind aus meiner Sicht kein Freifahrtschein, mit dem Abschluss dieser wichtigen Versicherung zu lange zu warten.

Neben psychischen Erkrankungen gibt es zahlreiche weitere Gründe, warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht ohne weiteres abgeschlossen werden kann.

Dabei werden die Versicherer gerade bei schweren Depressionen eher sehr vorsichtig agieren. Und auch andere Ursachen können Grund für eine Erschwerung sein.

Das Beste ist daher der frühe Abschluss einer  Versicherung gegen die finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit. Die LV 1871 bietet den Abschluss einer echten BU-Versicherung mittlerweile ab dem Eintritt in die Grundschule und zahlreiche weitere Versicherer folgen ab dem 10. Lebensjahr bzw. dem Übergang in die weiterführende Schule.

Und wer nicht so lange warten möchte, kann sich über die Grundfähigkeitsversicherung der Alte Leipziger oder dem Fähigkeitenschutz Kids von der Gothaer bereits ab dem sechsten Lebensmonat Versicherungsschutz inklusive spätere BU-Option ohne erneute Gesundheitsprüfung sichern.

Nach einem Abschluss spielen dann künftige Krankheiten (auch eine Depression) keine Rolle mehr.

 

Was aber tun, wenn eine Depression bereits vor Abschluss einer BU-Versicherung besteht?

Vorher zu handeln, ist immer besser. Das hilft Ihnen nur dann nichts mehr, wenn Sie bereits (psychische) Vorerkrankungen haben und jetzt erst noch eine BU-Rente versichern möchten.

Die gute Nachricht für Sie: wir lehnen Sie nicht pauschal ab und handeln damit anders als 99% unserer (teilweise auch bekannter) Mitbewerber.

Tragen Sie einen kostenfreien Kennenlern-Termin ein und lassen Sie uns über Ihren Fall sprechen.

Je nach konkreter Situation finden mein Team und ich eine gute Lösung für Sie. Nicht immer ohne Ausschlüsse, aber wie die oben gezeigten Beispiele zeigen immer etwas besser als bei anderen 😉

Wichtig ist immer Ihre Mithilfe und Offenheit und dann bekommen Sie von uns ein ehrliches Feedback zur Machbarkeit.

Neben dem regulären Weg über die Risikovoranfragen prüfen wir ebenfalls, ob wir Sie über einzelne BU-Aktionen zum Beispiel für Ärzte und Rechtsanwälte versichern können.

Und wenn keine BU mehr möglich ist, prüfen wir zeitgleich auch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel eine Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread-Diesease-Versicherung) oder eine Grundfähigkeitsversicherung.

Mit anderen Worten: wenn wir keine Möglichkeit für Sie finden, Ihr Risiko vernünftig zu versichern, dann schafft es keiner. Nehmen Sie uns da gerne beim Wort. 

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