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Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ab heute kann man mich eventuell als Arbeitslos bezeichnen. Eigentlich besteht mein Job nämlich darin im Auftrag meiner Kunden die passende Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit zu suchen und zu finden. Doch das scheint nun vorbei, denn in einer kongenialen Koalition haben es Franke & Bornberg und n-tv geschafft DIE BESTE VERSICHERUNG ZU FINDEN. Das ist übrigens sogar Wissenschaftlern zuvor noch nicht gelungen 😉

Beste Versicherung

In dieser Pressemeldung könnt ihr nachlesen, wer diese Auszeichnung bekommen hat. Eigentlich brauchst Du mich dann ja jetzt gar nicht mehr. Du nimmst einfach einen der Besten Versicherungen und tadaaa…

Oder ist es doch nicht so einfach?

Mal im Ernst, natürlich behaupte ich gleich, dass es die Beste Versicherung gar nicht geben kann. Mein Job ist nämlich Anbieter und Tarife zu vergleichen und wer möchte schon gerne arbeitslos sein? So zumindest argumentieren einige Versicherungsvertreter, die ja auch nur ein Produkt bzw. einen Anbieter zur Auswahl haben. Was sollen die auch sonst sagen?

Ich möchte Dir aber gleich anhand ein paar ganz einfacher Beispiele einmal die Grenzen eines solchen Tests im Allgemeinen – inklusive aller Rating-Auszeichnungen und Rankings – aufzeigen. Danach entscheide Du bitte selbst, ob Du Dich künftig nach dem einfach und schnell „ich kaufe nach Rating“ oder nach der deutlich längeren und anstrengenderen Methode „Gesundheitshistorie aufbereiten, Bedingungsaspekte und Wünsche durchsprechen und danach den passenden (nicht den besten) Tarif zu finden“ entscheidest.

Was ist Dir wichtig?

Ich möchte es in diesem Blog einmal ganz einfach machen und für Jedermann verständlich. Darum gibt es heute auch nur ganz leichte Beispiel-Kost 🙂

Beispiel Nr. 1:

Kennst Du auch die Leute, die sich in einer 30er Zone mit Rechts-vor-Links-Vorfahrt fühlen wie auf einer Autobahn? Rechtsverkehr wird schlicht ignoriert (das hindert ja nur am Tempo) und das Gaspedal wird hart bis auf das Bodenblech gedrückt. Ok, ganz so schlimm ist es zum Glück oft nicht, aber ich denke Du weißt was ich meine.

Oder kennst Du die Leute, die beim Sprung von Rot auf Geld noch einmal richtig den Motor aufheulen lassen um bei Kirschgelb über die Ampel zu kommen?

In der Regel gehen diese Manöver zum Glück ohne Verletzte aus. Was aber, wenn es doch einmal zum Crash kommt?

Was, wenn Du dabei am Steuer sitzt weil Du es ausnahmsweise einmal eilig hattest? Vielleicht weil Du Deine Frau mit geplatzter Fruchtblase ins Krankenhaus bringen willst? Oder weil Dein Hund ganz dringend zum nächsten Tierarzt muss!?

Was, wenn Du durch diesen Unfall berufsunfähig wirst?

Wusstest Du, dass es nur ganz wenige Berufsunfähigkeitsversicherungen am Markt gibt, die in solchen Fällen ohne Probleme leisten? Wusstest Du, dass unter den BESTE VERSICHERUNG laut Rating auch welche dabei sind, die in dem Fall von vorsätzlichen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung NICHT leisten?

Musst Du vielleicht länger arbeiten?

Als einfaches Beispiel Nr. 2 möchte ich Dir folgendes erzählen: Wenn die Regelaltersgrenze in den kommenden Jahren weiter nach hinten verschoben wird, Deine Berufsunfähigkeitsversicherung aber eben nur bis zum 67. Lebensjahr abgeschlossen wurde (weil es aktuell nicht länger geht), könnte in Dir der Wunsch entstehen die Laufzeit nachträglich verlängern zu können.

Hier gibt es bereits einige Anbieter, die das möglich machen. Der eine nur bis zum 45. Lebensjahr, der nächste bis zum 50. Lebensjahr und einer sogar bis zum Ablauf. Einer ist aber nur dabei, bei dem Du die zum Abschluss vereinbarten Rechnungsgrundlagen (vor allem Dein Eintrittsalter) auch für die Verlängerung nutzen kannst. Mit anderen Worten: bist Du bei der Verlängerung bereits 45 Jahre alt kann der Vertrag bei den anderen ganz schön teuer werden!

Was kann nun die Beste Versicherung?

An diesen beiden Beispielen möchte ich Dir eigentlich nur Eines aufzeigen: Jeder Tarif ist anders. Es gibt  gewisse Leistungen bzw. Regelungen, die ich persönlich als sehr wichtig ansehe und die deswegen von einer Berufsunfähigkeitsversicherung zwingend erfüllt werden sollten, im Detail bleibt es aber immer eine individuelle Entscheidung. Wenn Du Dir also beide Bespiele einmal ansiehst, was wäre Dir persönlich nun wichtig? Und in welcher Ausprägung hast Du persönlich einen wirklichen Mehrwert?

Wir gehen übrigens bisher gänzlich davon aus, dass Du kerngesund bist und keine Hobbys hast. Zumindest keine Hobbys, die in irgendeiner Art und Weise gefährlich sein können.

Auch hier zwei Beispiele: ein Kunde von mir fährt Downhill Bike inkl. Wettbewerbe. Einige Versicherungen zeichnen dieses Risiko gar nicht. Einige nehmen einen Zuschlag von bis zu 50%. Ein Versicherer bietet im Rahmen von Aktionsanträgen für junge Leute allerdings zuschlagsfreien Versicherungsschutz. Nach diesem Risiko wird nämlich ganz konkret nicht gefragt.

Voraussetzung für diesen Aktionsantrag sind allerdings ein paar Gesundheitsfragen. Und schon haben wir das nächste Beispiel. Die gesundheitliche Ausgangssituation ist bei jedem meiner Kunden gänzlich anders. Um bei diesem Aktionsantrag zu bleiben kann es nun bei dem einen oder anderen sein, dass dieser gar nicht in Frage kommt, weil er in den letzten 5 Jahren Medikamente genommen hat oder beim Arzt gewesen ist.

Auch bei „normalen“ Anträgen gehen die Versicherungen mit ein und derselben Vorerkrankung ganz unterschiedlich um. Bei einer jungen Kundin von mir hatte ich nach zahlreichen Ablehnungen einen einzigen Versicherer gefunden, der ihr eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit geringem Zuschlag und einer Ausschlussklausel angeboten hat.

Worum geht es bei der Beste Versicherung?

Vielleicht kannst Du meine Ansichten ein wenig nachvollziehen. Konkret möchte ich aussagen, dass es die Beste Versicherung gar nicht geben kann. Es gibt die Versicherung, die am besten zu Dir passt. Das kann ich zu 100% unterschreiben.

Zudem sind unter den Kriterien auch solche wie „Service“ zu finden. Abgesehen davon , dass Dir niemand der Herren Rater (und ich auch nicht) garantieren kann wie lange es den guten Service noch gibt – bei einem Vertrag mit über 30 Jahren Laufzeit gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich das mal ändert – spielt der Service doch überhaupt keine Rolle wenn es darum geht, dass Du Deine Leistung in Anspruch nehmen möchtest. Da kann die Dame oder der Herr am Telefon noch so nett und symphytisch sein. Da kann der Versicherungsvertreter Dir bei jedem Besuch den besten Kaffee kochen. Im Ernstfall entscheidet einzig und alleine das Bedingungswerk darüber ob Du Deine Berufsunfähigkeitsrente bekommst oder nicht.

Wenn Du nun den vermeintlich einfachen Weg gehen willst, dann sieh Dir gerne noch einmal die Beste Versicherung hier an. Wenn Du es aber lieber richtig machen willst, dann melde Dich gerne bei mir und lass uns zusammen herausfinden welche Versicherung am Besten zu Dir passt.

 

Haben Sie schon einmal von der Schwere Krankheiten Versicherung gehört? Es gibt sogar Leute die behaupten die sogenannte Dread Disease Versicherung wäre die bessere Absicherung gegen Berufsunfähigkeit.

Schwere Krankheiten Versicherung

BU Versicherung oder Schwere Krankheiten Versicherung?

Es ist schon eine Weile her, als mich die Canada Life frage ob ich denn schon einmal etwas von der Dread Disease Versicherung gehört habe. Gehört hatte ich schon etwas davon, mich aber noch nicht wirklich mit diesem Thema auseinandergesetzt.

„Nehmen wir einmal an Sie bekommen einen Herzinfarkt. Nach 4 Wochen Krankenhaus folgen 8 Wochen Kur und noch einmal 4 Wochen Krankschreibung“ fing der gute Herr der Canada Life an und führte aus „das macht insgesamt 4-5 Monate. Danach können Sie wieder arbeiten. Ihr Arzt rät Ihnen aber dazu, dass Sie besser auf sich achten. Kein Alkohol, keine Zigaretten und weniger Stress. Weniger Arbeit. Was sagt Ihr Chef dazu? Zahlt er Ihnen weiterhin das gleiche Gehalt? Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt aber keinen Cent, denn Sie sind ja gar nicht berufsunfähig“.

Das ist doch mal eine schlüssige Verkaufsstory und ja, ich gebe zu, erst einmal musste ich schlucken und gedanklich zugeben, dass er recht hat.

Dann allerdings hatten mich meine Sinne wieder im Griff: Was ist mit Berufsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen, durch Rückenerkrankungen oder durch überhaupt eine Erkrankung, die im Rahmen der Schwere Krankheiten Versicherung nicht definiert ist?

Außerdem gibt es eine Einmalzahlung anstelle einer Rente. Gut, bei kürzeren Ausfällen ist das sicherlich mehr, aber was passiert bei einer langen Berufsunfähigkeit wenn die einmal ausgezahlte Summe verbraucht ist?

Der Ursprung der Schwere Krankheiten Versicherung

Erfunden wurde die Dread Disease Versicherung 1983, bzw. der Vorläufer davon,  von einem Herzchirurgen Namens Marius Barnard. Er war in Südafrika tätig und stellte fest, dass sich viele Herzpatienten eine aufwendige Herztransplantation oder -Behandlung einfach nicht leisten konnten. Um dieses Problem zu lösen erfand er eine entsprechende Versicherung dafür. Alle zahlen in einen Topf ein und die schwer Kranken bekommen Geld für die Behandlung.

Die Idee war es also schon seit nun mehr als 30 Jahren die finanziellen Mittel für eine entsprechende Medizin zu erhalten. Keiner dachte dabei an einen etwaigen Verdienstausfall. Es ging einzig und allein um das „wieder gesund werden“.

Nach diesem kurzen Blick in die Vergangenheit lässt sich schon sehr schön schlussfolgern, dass die Schwere Krankheiten Versicherung auch gar kein Ersatz zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung sein möchte. Sondern eine ganz eigene Absicherungsform.

Wofür eine Schwere Krankheiten Versicherung?

Eine solche Versicherung sollte eigentlich (fast) jeder haben. Auch dann, wenn Sie bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben, denn diese hat die Aufgabe Ihre soziale Stellung zu wahren und zahlt Ihnen einen Ersatz zu Ihrem bisherigen Einkommen.

Die Dread Disease Versicherung zahlt Ihnen darüber hinaus eine einmalige Summe zur freien Verfügung. Also für Kosten die Sie aus Ihrem Einkommen, respektive der BU-Rente als Einkommensersatz, nicht finanzieren können. Neben den bereits bei der Erfindung dieser Versicherungsform bedachten Kosten für hochwertige medizinische Behandlungen lässt sich mit einer größeren Summe Geld aber auch noch anderes sinnvolles anstellen.

Zum Beispiel können Sie von dem Geld ein gegebenenfalls noch vorhandenes Darlehen für eine Wohnimmobilie tilgen und damit eine große Entlastung schaffen. Sie können Sich oder Ihren Lieben auch Zeit erkaufen. Nehmen wir einmal an Sie müssen wegen einer stationären Krebsbehandlung in ein Krankenhaus, welches über 100 Kilometer von Ihrem zu Hause entfernt ist. Kann sich Ihr Partner / Ihrer Partnerin erlauben bei Ihnen zu sein und unbezahlt Urlaub zu nehmen? Wer zahlt den Aufenthalt?

Aus dem gleichen Grund habe ich eine solche Versicherung für meine einjährige Tochter abgeschlossen. Ich selbst möchte im Falle eines solchen Schicksalsschlags alle Möglichkeiten haben bei meiner Tochter zu sein und für diese Zeit nicht auf das Geldverdienen angewiesen sein.

Letztendlich ist es jedem selbst überlassen was er mit dem Geld macht. Es steht zu Ihrer freien Verfügung. Sie entscheiden ganz alleine.

Ein gerade veröffentlichter Artikel des Spiegel „Jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs“ verdeutlicht: Es gibt immer mehr Fälle von Neuerkrankungen. Gleichzeitig steigt aber auch die Überlebenschance deutlich an.

Und Krebs ist nur eine der versicherten Krankheiten!

Schwere Krankheiten Definition

Geld bekommen Sie grundsätzlich dann, wenn eine der Krankheiten (oder auch Behandlungen) eintritt, die im Bedingungswerk definiert sind. So wirbt die Canada Life Schwere Krankheiten Versicherung mit 46 versicherten Krankheiten. Unter anderem Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Knochenmarktransplantation, Koma, Verlust von Seh- und Hörfähigkeit und einiges mehr.

Tritt eine Krankheit oder Behandlung auf, die nicht unter den 46 genannt ist, gibt es auch keine Hilfe.

Außerdem sind die Leistungsauslöser der einzelnen Tarife im Detail sehr unterschiedlich. So steht beispielsweise in der Gothaer Dread Disease am Beispiel Krebs, dass die Erkrankung schwer sein muss. Was das bedeutet sehen Sie an folgendem Beispiel.

Gothaer Dread Disease

Auszug aus den Versicherungsbedingungen der Gothaer Versicherung

Ganz einfach, oder? Weiß der Laie jetzt wirklich wann er Geld bekommt?

Bei der Canada Life Schwere Krankheiten Versicherung, die ja auch mit der Krankheit „Herzinfarkt“ wirbt, sind zum Beispiel die sogenannten nicht-st-strecken-hebungsinfarkte ausgeschlossen. Hätten Sie gewusst, dass damit rund jeder zweite Herzinfarkt nicht versichert ist?

Diese für den medizinischen Laien unverständlichen Formulierungen ziehen sich leider so durch die meisten Krankheiten bei (fast) allen Versicherungen durch.

Der Nürnberger Ernstfallschutz stellt in Sachen Klarheit aktuell ein Novum dar. Am Beispiel Krebs wird bereits eine Teilleistung erbracht, wenn der Tumor mit einer Operation komplett entfernt wird oder ausschließlich eine Bestrahlung erfolgt. Bei Operationen mit begleitender Strahlentherapie oder einer Chemotherapie wird die gesamte Versicherungsleistung fällig. Unabhängig von der Klassifizierung.

Das versteht auch der Nicht-Mediziner.

Wie wird der Beitrag kalkuliert?

Die Canada Life, die Gothaer und die Prisma Life (ex Cardea Life) lassen im Hintergrund einen Investmentfonds laufen. Bei einer vorher bestimmten jährlichen Rendite bleibt der Beitrag für Sie gleich. Schafft der Fonds diese Performance jedoch nicht mehr kann es für Sie richtig teuer werden. Einen Maximalbeitrag gibt es hier nicht.

Die Nürnberger und die Bayerische kalkulieren, wie auch schon bei ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung, mit einem garantierten Beitrag, der um die Risikoüberschüsse reduziert wird. Die Zurich hingegen beteiligt seine Kunden nicht an den Überschüssen. Dafür ist der im Vertrag genannte Beitrag sogar für die gesamte Laufzeit garantiert, da auf die Anwendung des §163 Versicherungsvertragsgesetz verzichtet wird.

Grundsätzlich ist es bei Verträgen mit einer solch langen Laufzeit empfehlenswert einen dauerhaft stabilen Beitrag garantiert zu bekommen.

Ohne Beratung keine Dread Disease Versicherung

Die Frage ob nun lieber eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Schwere Krankheiten Versicherung stellt sich also nicht. Optimal ist eine duale Absicherung.

Sehr wohl sollten Sie sich aber gut überlegen welcher Versicherung Sie dieses Risiko anvertrauen. Wie auch bei der BU-Versicherung gibt es hierbei viele unterschiedliche Ausprägungen und Klauseln. So individuell wie jeder Mensch muss auch seine Absicherung / Versicherung sein.

Lassen Sie sich dazu aber unbedingt von einem spezialisierten Versicherungsmakler beraten. Insbesondere auch deswegen, weil neben einem Marktüberblick und Prüfung der Versicherungsbedingungen auch medizinische Kenntnisse zur Beurteilung des passenden Tarifes notwendig sind.

Führen vereinfachte Gesundheitsfragen auf einem Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung Verbraucher in einen Hinterhalt der Versicherungen? Halten sich die Versicherungsgesellschaften nicht an geltendes Recht?

 

 

 

Sie möchten eine Berufsunfähigkeitsversicherung, sind aber schon krank?

In solchen Fällen bieten einige Versicherungsgesellschaften regelmäßig Aktionen mit verkürzten bzw. vereinfachte Gesundheitsfragen an. Dies schien lange Zeit DIE Lösung für alle zu sein, die schon diverse Erkrankungen in die Beratung „mitbringen“.

Nun meldet sich ein Versicherungsmakler in seinem Blog und diversen Presseartikeln im Versicherungs Journal, Pfefferminzia und einigen weiteren zu Wort. Bei zwei seiner Kunden wurde die Leistung mit Verweis auf die „spontane Anzeigepflichtverletzung“ abgelehnt worden. Hebeln Versicherungen also mit einem Taschenspielertrick das Versicherungsvertragsgesetzt aus?

Bergen vereinfachte Gesundheitsfragen nun den Wolf im Schafspelz?

Dieser Eindruck kann sich bei einem Laien nun schnell verfestigen. Zumindest ohne den Sachverhalt zu kennen. Und ich gebe an dieser Stelle gerne zu, dass ich auch nur den Sachverhalt aus Blog und Presse kenne. Daher kann ich mich bei meiner Bewertung nur daran orientieren.

In den beiden Fällen handelt es sich um Kunden, die mit erheblichen Vorerkrankungen eine BU-Versicherung abschließen wollten. Bei dem einen handelt es sich um eine MS (Multiple Sklerose) Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium. Im anderen Fall geht es um einen Kunden, der unter Diabetes Typ 2 und chronischer Niereninsuffizienz leidet.

Anhand der bis hier vorhandenen Angaben kann man davon ausgehen, dass beiden Kunden klar ist, aufgrund des bisherigen Verlaufs alsbald Berufsunfähig zu werden. Auch kommt der Umstand hinzu, dass der MS Patient erst acht Jahre nach Ausbruch der Erkrankung einen Antrag auf Versicherung stellte und zwei Jahre darauf Leistungen in Anspruch nehmen wollte.

Quelle: Versicherungsjournal

Zwar wurde nach keiner von beiden Krankheiten im Antrag (mit verinfachte Gesundheitsfragen) gefragt und in §19 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) steht geschrieben, dass die zu versichernde Person nur angeben muss wonach in Textfom gefragt wird. Aber §22 VVG beschreibt eben, dass das Recht auf Anfechtung bei arglistiger Täuschung unberührt bleibt.

Und arlistige Täuschung ist eben die Erschleichung von (Versicherungs-)leistungen (oder der Versuch).

Liegt hier argliste Täuschung vor?

Aus der Ferne lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten, denn solche Fälle sind sehr komplex. Daher wird dies ein Fall für Juristen, nicht für Versicherungsmakler.

Der Verdacht einer arglistigen Täuschung liegt aber zumindest sehr nahe, denn sollte den jeweiligen Kunden schon bei Abschluss klar gewesen sein, dass sie aufgrund der bestehenden Erkrankung berufsunfähig werden, stellt dies einen recht eindeutigen Tatbestand dar (aus meiner Sicht).

Lassen Sie uns nicht vergessen, dass es nicht (nur) die Versicherung ist, die die Zeche zahlt, sondern (auch) jeder Versicherte, der eben gerade keine Leistungen in Anspruch nimmt und seine Beiträge zahlt.

Etwas deutlicher wird es vielleicht mit einem Beispiel. Stellen Sie sich vor, Sie bauen eine Hütte mitten im Wald. Keinen kleinen Schuppen, sondern ein richtiges Holzhäuschen. Sie gehen natürlich davon aus, dass es im Wald sicher ist und halten nichts davon dieses Haus gegen Feuer zu versichern.

Eines Tages gibt es einen Waldbrand. In Ihrem Wald. Sie wissen, worauf das hinauslaufen wird. Schnell rennen Sie zu Ihrem Versicherungsmakler und suchen nach einer Lösung mit „vereinfachte Gesundheitsfragen„, also zum Beispiel „war Ihr Gebäude in den letzten 5 Jahren bereits von Schäden betroffen oder befindet sich Ihr Gebäude neben einem feuergefährlichen Betrieb?“.

Diese Fragen können Sie verneinen. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass Sie ganz bewusst eine Versicherung abschließen, weil Sie wissen, dass Ihr Haus in den nächsten zehn Stunden lichterloh brennt.

Ist das fair?

Welche Lehre sollten Sie als Verbraucher daraus ziehen?

Vorweg für Sie eine wichtige Info: wenn Sie mit einem Profi für Berufsunfähigkeitsversicherungen zusammenarbeiten, sollte dieser wissen, was geht und was nicht geht. Dabei sprechen wir gemeinsam durch wie Sie die passende Berufsunfähigkeitsversicherung finden  und welche Fallstricke es zu vermeiden gilt.

Angebote mit vereinfachte Gesundheitsfragen setze ich beispielsweise nur im „äußersten Notfall“ ein. Zum Einen, weil ich mit einer sauberen Aufbereitung nahezu immer eine praktikable Lösung für meine Kunden bekomme, weil Sie so keine unnötigen Risiken eingehen und nicht zuletzt, weil die maximale Höhe in diesen Aktionsanträgen meistens nur bis 750,- Euro – 1.000,- Euro Rente reicht. Also zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig.

Daraus abzuleiten ist also, dass diese Varianten maximal eine Ergänzug sein können.

Lieber früher handeln

Besser ist es frühzeitig, also bestenfalls schon eine Berufsfunfähigkeitsversicherung für Schüler, abzuschließen. In dem Alter (ab dem 10. Lebensjahr) sind die meisten noch gesund, haben moderate Hobbys und der „Beruf“ eines Schülers zählt immer noch zu den günstigeren.

Wer sogar noch eher handeln möchte hat die Mögichkeit diverse Kinderprodukte (ab der Geburt) inkl. Option auf den späteren Abschluss einer BU-Versicherung, zumindest mit ganz stark vereinfachte Gesundheitsfragen, abzuschließen. Das damit das Grundproblem allerdings nicht gelöst ist, sollte sich aus diesem Artikel ergeben haben.

Immer wieder hört und liest man den Rat eine BU-Police möglichst früh bzw. in jungen Jahren schon abzuschließen. Aber ist es schon sinnvoll eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler abzuschließen? Schüler ist ja noch kein echter Beruf, oder?

„Mit einem Abschluss warte ich bis ich richtig Geld verdiene“

In jungen Jahren und insbesondere als Schüler sieht es meistens so aus, dass am Ende es Geldes noch jede Menge Monat über ist. Und gerade in dieser Situation soll man nun eine BU-Versicherung abschließen. Das klingt nach einem sehr schlechten Deal.

Erst mal die Schule und die Ausbildung oder das Studium beenden. Dann richtig Geld verdienen und nun kann man sich den Abschluss ja noch überlegen, oder? In jungen Jahren bleibt man ja außerdem sowieso gesund und da kann man bis zur Antragsstellung noch eine Menge Geld einsparen.

Alle diese Überlegungen kann ich als Versicherungsmakler sehr gut nachvollziehen, denn auch ich war einmal in der Schule und in der Ausbildung. Und bei mir ist bis heute auch alles gut gegangen, ich habe glücklicher Weise bis dato allen schweren Erkrankungen entgangen.

Aber auch ich habe in meinem BU-Vertrag einen Ausschluss, weil ich zum Zeitpunkt der Antragsaufnahme schon diverse Vorerkrankungen mitgebracht habe. Man wird ja in der Regel weder jünger noch gesünder. Und genau hier liegt der Erste wichtige Vorteil: Da man in frühen Lebensjahren häufig weniger Krankheiten mit sich rumgeschleppt hat, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung meistens noch ohne Ausschlüsse oder Zuschläge möglich.

Auch finanziell lohnt sich langes warten nicht. Zum einen, weil der Beitrag jedes Jahr mit zunehmendem Alter steigt und in Summe auf die gesamte Laufzeit betrachtet gleich hoch oder sogar einen Tacken höher ist. Zum anderen gehören Schüler und Studenten zu den günstigsten Berufsgruppen. Auch bei einem Wechsel in einen eigentlich teureren Beruf bleibt in der Regel der Beitrag für den bestehenden Vertrag identisch.

Der Versicherungsschutz wechselt übrigens bei einem Berufswechsel auch auf die neue Tätigkeit mit – und das in der Regel zum Schüler- oder Studentenpreis. Lohnt sich!

Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler

 Junge Menschen werden niemals krank?

Es stimmt, dass mit steigenden Lebensjahren auch die Gefahr für schwere Krankheiten steigt. Schön, wenn man sich bis zu einem Bestimmten Alter darauf verlassen könnte. Leider sieht die Realität oft anders aus: auch Schüler, Azubis und Studenten können an Krebs- und Tumorerkrankungen leiden, an psychischen Problemen leiden oder auch Herz-Kreislauf- oder Nervenkrankheiten bekommen. In solchen Fällen ist fast ausnahmslos eine Unterbrechung der Schule, des Studiums oder der Ausbildung unausweichlich. Zumindest für die in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler geforderten mindestens 6 Monate.

In diesen Fällen erhält man dann die vereinbarte Versicherungsleistung (monatliche Rente) so lange bis die bisherige Tätigkeit wieder in altem Umfang aufgenommen werden kann. Ganz egal, ob man vorher weniger oder gar kein Einkommen hatte.

Worauf ist insbesondere bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler zu achten?

Grundsätzlich gelten für Schüler, Azubis und Studenten natürlich die gleichen Grundsätze wie auch in allen anderen Berufen: die Versicherungsbedingungen sollten zwingend bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.

Zusätzlich ist hier bei einem Schüler zu beachten, dass es keine Verweisungsmöglichkeiten auf andere Schulformen gibt. Sonst könnte der Gymnasiast mit psychischen Problemen gegebenenfalls auf eine Haupt- oder Sonderschule verwiesen werden.

Beim Studenten kann es wichtig sein, dass hier auch schon der angepeilte Beruf abgesichert ist. Sollte also das weitere studieren möglich sein, der spätere Beruf aber nicht, gibt es die BU-Rente.

Starttarife können ein guter Einstieg sein

Wer sich jetzt denkt „das macht alles Sinn, aber die Beiträge kann ich mir nicht leisten“, für den könnten Starttarife eine Lösung sein. Diese Tarife sichern die gewünschte Leistung zu einem Bruchteil es Beitrags ab. Anfänglich. Denn zu Verschenken haben Versicherungen nichts. Deshalb ist der gesamte Beitrag über die Laufzeit teurer als im Normaltarif. Dafür sichere ich mir aber schon heute den wertvollen Schutz und die oben genannten Beitragsvorteile. Aber Achtung, hier gilt es aufzupassen: es gibt Anbieter, die nach der Schule den dann neu ausgeübten Beruf für den Beitrag bewerten. Von denen sollte man die Finger lassen.

Fazit

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler ist definitiv sinnvoll, günstiger und gesundheitlich meistens eher möglich als später. Den einzigen Nachteil, dass der Beitrag ja irgendwo her finanziert werden muss, kann gegebenenfalls durch einen Starttarif abgemildert werden.

 

Lesen Sie hier mehr zum Thema Verbraucherschutz und Verbraucherzentralen

Die Beste Berufsunfähigkeitsversicherung des Volkswohl Bund aller Zeiten – das behauptet der Dortmunder Traditionsversicherer zumindest von seinem überarbeiteten Produkt. Ob er hier Recht behalten wird? Das lesen Sie im aktuellen Test.

Volkswohl Bund

Gutes noch ein bisschen besser machen

Der Volkswohl Bund hat vor einiger Zeit seine Bedingungen erheblich verbessert. Nun kommt im Spätsommer ein neues Update. Was hat sich getan? Hat die „Beste BU des Volkswohl Bund aller Zeiten“ das Zeug es mit den Besten am Markt aufzunehmen?

Gute Definition des Berufs – bei Schülern geht noch etwas mehr

Wichtig ist, wie eine Versicherung die Berufsunfähigkeit definiert. Der Volkswohl Bund versichert hier die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, so wie sie in gesunden Tagen ausgeübt wurde. Neben Krankheiten und Körperverletzung reicht hier auch der einfache Kräfteverfall um an die Leistung zu kommen. Andere haben hier den mehr als altersentsprechenden Kräfteverfall versichert, was den Verbraucher in die Beweislast bringt.

Da die neue BU bereits ab dem 10. Lebensjahr abgeschlossen werden kann, ist auch die Definition eines Schülers von entscheidender Bedeutung. Leider ist hier nur die Schulausbildung ganz allgemein abgesichert. Es spielt keine Rolle wie der Schulalltag tatsächlich ausgestaltet war und welche Schulform besucht wurde.

Gleiches gilt auch beim Auszubildenden und dem Studenten. Wobei der Volkswohl Bund bei Letzterem immerhin das nach Abschluss des Studiums angestrebte Berufsbild ebenfalls versichert. Dies wird bei der Antragsstellung mit angegeben.

Auch bei Aufnahme einer neuen Tätigkeit gelten klare Regeln

Stellen Sie sich vor, Sie sind an Depressionen erkrankt und können Ihren Beruf nicht mehr so ausüben wie bisher. Wenn Sie aber fortan auf Sichtdienst verzichten, könnten Sie weiterhin Ihrem Beruf nachgehen. Es gibt aber weniger Geld. Logisch.

Der Volkswohl Bund definiert hier eine klare Grenze beim Einkommensverlust von 20%. Verdienen Sie also maximal 80% Ihres letzten Brutto, so erhalten Sie Ihre volle Berufsunfähigkeitsrente. Ein wichtiger Vorteil.

Die gleiche Regelung findet auch bei Selbstständigen Anwendung, wenn auf eine mögliche Umorganisation des Betriebs geprüft wird. Allerdings verzichtet der Versicherer auch hier auf eine Prüfung bei Betrieben mit weniger als 5 Mitarbeitern oder, wenn der Selbstständige ein Studium abgeschlossen hat und mindestens zu 90% Bürotätigkeiten ausübt.

Achtung beim Start-Tarif des Volkswohl Bund

Schüler, Azubis und Studenten (beziehungsweise deren Eltern) haben oft das Problem, dass auf der einen Seite nicht so viel Geld rein kommt, auf der anderen Seite aber eine Menge Kosten stehen. Und jetzt soll auch noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung finanziert werden (warum ein Abschluss in frühen Jahren sinnvoll ist). Da bietet es sich förmlich an, dass es sogenannte Start-Tarife gibt. Diese sind in den ersten 5 – 10 Jahren deutlich günstiger; über die ganze Laufzeit gesehen jedoch teurer. Ein Geschäft, das in Anbetracht der Wichtigkeit einer solchen Versicherung Sinn machen kann.

Beim Volkswohl Bund verhält es sich konkret so, dass die Rentenhöhe in den Jahren 6-10 jährlich fällt. Alternativ kann der Beitrag angepasst werden um den Versicherungsschutz in der Höhe aufrecht zu erhalten.

Soweit so gut.

Aber was passiert im Fall einer frühen Berufsunfähigkeit?

Sie schließen als Schüler eine BU-Rente in Höhe von 1.000,- Euro ab. Nach vier Jahren werden Sie berufsunfähig durch eine Krebserkrankung und erhalten Monat für Monat Ihre Rente. Nach weiteren fünf Jahren Behandlung haben Sie den Kampf gegen die Krankheit gewonnen und können wieder einer Arbeit nachgehen. Der Vertrag läuft Beitragspflichtig weiter.

Das Problem: die vereinbarte Rente von 1.000,- Euro hat sich nun auf 600,- Euro im Monat reduziert. Blöd für einen neuen Leistungsfall.

Verzicht auf befristete Anerkenntnisse und ein paar Gimmiks

Endlich hat sich der Volkswohl Bund in die Reihe der wenigen Anbieter geschoben, die auf die Möglichkeit eines befristeten Anerkenntnisses verzichten. Das kann vor allem bei psychischen Erkrankungen von Vorteil sein.

Außerdem wurde die Arbeitsunfähigkeitsklausel etwas überarbeitet und ist jetzt bis zum 20. Lebensjahr der Versicherten Person beitragsfrei enthalten. Leider ist diese Leistung aber nach wie vor auf maximal 18 Monate begrenzt und es muss weiterhin mit dem Antrag auf AU-Leistung auch ein Antrag auf Berufsunfähigkeitsleistung gestellt werden.

Ein Novum mit Haken zum Schluss

Der Versicherer hebt besonders hervor, dass sich die Laufzeit des Vertrags verlängern lässt, wenn die Regelaltersgrenze von dem aktuell 67. auf ein anderes Alter erhöht wird. Ganz neu ist diese Option jedoch nicht, denn auch die Inter Risk hat ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung bereits vor einiger Zeit eine solche Klausel spendiert.

So gut die Idee auch ist, leider ist die Ausübung dieser Option bis maximal zum 50. Lebensjahr möglich. Wenn also die Regelaltersgrenze bei einem heute 40 jährigen in 11 Jahren erhöht wird, nutzt ihm dies nicht mehr viel. Der Volkswohl Bund ist aber in puncto Flexibilität und Variabilität hiermit auf dem richtigen Weg.

Fazit

Es ist den Dortmunder tatsächlich gelungen an ihrem bisher sehr guten Bedingungswerk noch weiter zu feilen und in einigen Bereichen noch zu verbessern und damit den Abstand zur absoluten Spitze weiter zu verkürzen. Als Kunde sollte man allerdings Abstand vom Start-Tarif halten und bei der Dynamik zum Inflationsausgleich eine Anpassung in Höhe der Steigerungen des Verbraucherpreisindex (mindestens 2,5%) wählen, da sonst ab einer Rentenhöhe von 2.500,- Euro Schluss mit weiteren Erhöhungen ist.

Berücksichtigen Sie diese Punkte, sollten Sie die neue Berufsunfähigkeitsversicherung des Volkswohl Bund definitiv in die engere Auswahl nehmen.

 

 

Das Analysehaus Franke & Bornberg (Rating-Agentur) hat im Auftrag des Handelsblatt (das soll schon was heißen) Berufsunfähigkeitsversicherungen untersucht und kam zu dem erstaunlichen Ergebnis 18 (!) BU-Versicherer sind „sehr gut“ und 10 weitere „gut“. Ein tolles Ergebnis – möchte man meinen.

Mit der Höchstnote wurden ausgezeichnet (Zitat):

„(nach Reihenfolge der Platzierung): die Swiss Life (Swiss Life SBU), Stuttgarter (BUV-Plus, Tarif 91), HDI (SBU Ego Top), Nürnberger (Selbstständige BU nach Tarif SBU2800C), Allianz (Plus E 356), Zurich Deutscher Herold (SBU), die Bayerische (SBU Protect Komfort), Gothaer (BU Premium), Nürnberger Beamten (BSBU2800C), Barmenia (Solo BU L3651), Bayern Versicherung (EinkommensSicherung), Condor (SBU Comfort), Alte Leipziger (SBU SecurAL Tarif BV 10), Dialog (SBU-professionell), InterRisk (SBU Tarif XL), LV1871 (Golden BU mit erweiterten Leistungen), Ergo (ERGO Berufsunfähigkeitsversicherung), Württembergische (SBU).“

Demnach sind also die Swiss Life und die Stuttgarter besser als der HDI? Dabei ist der HDI der Swiss Life in gleich 3 Leistungsrelevanten und wichtigen Bedingungspunkten wesentlich überlegen:

– Differenzierung zwischen Kräfteverfall und mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall

– die Swiss Life kann im Leistungsfall alle Maßnahmen fordern, die die versicherte Person über die 50% BU Grad heilen bzw. dazu geeignet sind (und gefahrenlos und ohne besonderen Schmerzen sind) wogegen der HDI lediglich ärzliche Verordnungen zur Bedingung macht

– die Swiss Life hat keinen Dauerhaften Verzicht auf die abstrakte Verweisung in den Bedingungen verankert. Etwa dann nicht, wenn die versicherte Person für ein paar Jahre aus dem Beruf ausscheidet.

Zumal die Swiss Life in einer Summenversicherung von Schadenminderungspflicht spricht – aber werden wir nicht zu fachlich an dieser Stelle.

Auch die Stuttgarter hat im Vergleich zum HDI immerhin zwei Leistungsrelevante Kriterien unsauber für den Kunden gelöst.

Die immer noch mit „sehr gut“ bewertetet Württembergische schlägt dem Fass aber dann den Boden aus: 6 (!) Leistungsrelevante Kriterien sind zu ungunsten der versicherten Person geregelt.

Aber es ist nicht das Handelsblatt bzw. Franke & Bornberg alleine, die scheinbar willkürliche Urteile in ihrem Rating fällen.

Heute lese ich vom Test des map-report (auch eine Rating-Agentur). Dieser kommt zu dem Ergebnis, dass die Europa vor der Allianz und der HUK-Coburg Testsieger geworden ist.

Wie kommt nun map-report in ihrem Rating zu so einem völlig anderen Ergebnis? Die Europa und die HUK-Coburg sind bei Franke & Bornberg nicht mit der höchsten Bewertung ausgezeichnet worden!?

Ganz einfach: man ändert einfach die Kriterien für seine Bewertung und bewertet nun Bilanzen, Service und Beispielrechnungen.

Wie bitte!?

Immerhin gibt map-report zu (Zitat): „Es bewertet den Gesamteindruck des Unternehmens aus heutiger Sicht. Deshalb wird es nie objektiv sein.“

Aha, man bewertet also irgendetwas, schreibt dazu, dass es eigentlich Blödsinn ist, aber der Verbraucher orientiert sich später daran.

Hier die Ergebnisse

Darf so etwas sein? Dürfen die Verbraucher von Ratings und Vermittlern, die sich nicht tagtäglich mit der Materie beschäftigen, weiter in die Irre geführt werden?

Zumal die Rating-Gesellschaften noch nicht einmal eine Haftung für den Fall übernehmen, dass ein Verbraucher mit einem schlechten Schutz ausgestattet ist.