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Auch eine Hebamme sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Berufsunfähigkeitsversicherung Hebamme

Der Beruf als Hebamme ist eigentlich mehr eine Berufung als nur ein Job. Eine Familie auf dem Weg zum schönsten Ereignis des Lebens zu begleiten und in vielen Fällen sogar live mit dabei zu sein. Das macht diese Arbeit als Hebamme zu etwas ganz Besonderem.

Wer schon einmal Nachwuchs bekommen hat oder beruflich mit Hebammen zu tun hat, der kann erahnen, wie vielseitig dieser Beruf ist. Die Vorbereitung der werdenden Mütter auf die Geburt. Mit dabei zu sein, wie ein neues Lebewesen das Licht der Welt erblickt. Die ganzen schönen Momente miterleben und die erste Zeit nach der Geburt begleiten zu dürfen. Herrlich!

Auch als Hebamme sollten Sie sich frühzeitig mit der richtigen Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit beschäftigen. Warum und worauf Sie achten müssen, erfahren Sie jetzt.

Hohes Anforderungsprofil

Überall, wo Sonne ist, gibt es auch Schatten. Auch in diesem schönen Beruf. Insbesondere bei den Geburtsvorbereitungskursen und auch bei den Rückbildungseinheiten schadet eine gute körperliche Verfassung nicht. Das Gleiche gilt auch bei der Geburtshilfe. Hier vielleicht sogar noch etwas mehr, denn nicht jede Mutter wiegt unter 60 Kilogramm.

Neben den körperlichen Voraussetzungen kann dieser Job aber auch ziemlich auf die Psyche schlagen. So sucht manche Mutter in der Hebamme gerne eine Schuldige, wenn Dinge einmal nicht klappen. Auch läuft nicht jede Geburt reibungslos ab. In einigen Fällen gibt es sogar eine Todgeburt zu verkraften. Dazu kommen Wechselschichten bis tief in die Nacht bzw. früh in den Morgen.

Als junger Mensch steckt man so etwas wahrscheinlich noch gut weg. Mit zunehmendem Alter und auch mit der eigenen Familienplanung wird dies dann wohl zunehmen schwerer zu vereinbaren. Auch kenn ich persönlich einige Mütter, die nach der Geburt des eigenen Kindes viel emotionaler auf die Schicksale von anderen Babys reagieren.

Rücken und Psyche, Herz und Krebs

Wem diese Höchstleistung einer Hebamme klar geworden ist, der versteht sehr gut, wie schnell Krankheiten oder Unfälle hier zur Berufsunfähigkeit führen können. Gerade ein schweres Rückenleiden oder Depressionen und „Burn-out“, führen zum dauerhaften KO. Unterschätzt werden dabei aber häufig die temporären Erkrankungen. Zum Beispiel die Volkskrankheit Nummer 1 – der Krebs. Auch Herz- und Kreislauferkrankungen, Nervenleiden oder Allergien sind mögliche Ursachen.

In allen diesen Fällen ist eine Pause für mindestens sechs Monate sehr wahrscheinlich. Vielleicht sogar die Aufgabe der bisherigen Tätigkeit .

Man könnte meinen, dass sich die Hebamme damit gar nicht so sehr von anderen Berufen unterscheidet. Die Mischung aus körperlich und geistig sehr hohen Ansprüchen macht sie aber dann doch besonders.

Sonderrisiken einer Hebamme

Stellen Sie sich einmal vor, Sie arbeiten viel mit Menschen. Und zwar dann, wenn diese wenig bis gar nicht geschützt sind. Zum Beispiel bei einer Geburt. Nun haben Sie sich dummerweise eine Infektion eingefangen, die Ihnen genau diese Tätigkeiten verbietet. Sie sind aber nicht krank, zumindest nicht so krank, dass Sie berufsunfähig sind. Mit anderen Worten: Sie können noch arbeiten, dürfen es aber nicht (Infektionsschutzgesetz). Für diesen Fall sollte Ihr Vertrag über eine Infektionsklausel verfügen. Aber Achtung, in vielen Bedingungswerken ist diese Klausel auf Ärzte beschränkt. In Ihrem Fall sollte diese entweder für alle Berufe gelten oder die Hebamme klar benannt sein.

Sind Sie Freiberuflich tätig oder planen Sie diesen Schritt, so sollten Sie darauf achten, dass für Sie keine Umorganisationsklausel im Vertrag enthalten ist. Dann müssten Sie Ihren Betrieb nämlich im Fall einer Berufsunfähigkeit umorganisieren, wenn Sie Ihren Beruf dadurch weiter ausüben könnten.

Berufsunfähigkeitsversicherung Hebamme – Die Vertragsgestaltung

Bei der Frage wie Ihr Vertrag ausgestaltet ist, spielen sowohl Ihr Einkommen heute, wie auch die beruflichen Ziele und Pläne eine große Rolle. So sollte die heutige Rentenhöhe, die Laufzeit und auch mögliche Nachversicherungsgarantien ohne neue Risikoprüfung gut geplant werden. Der berühmte Schnellschuss kann sonst schnell teuer werden.

Wenn Sie aktuell noch Schüler sind und Ihr Traumberuf der als Hebamme ist, sollten Sie sich meinen Blog „Braucht ein Schüler eine Berufsunfähigkeitsversicherung“ auf jeden Fall durchlesen.

 

Immer wieder hört und liest man den Rat eine BU-Police möglichst früh bzw. in jungen Jahren schon abzuschließen. Aber ist es schon sinnvoll eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler abzuschließen? Schüler ist ja noch kein echter Beruf, oder?

„Mit einem Abschluss warte ich bis ich richtig Geld verdiene“

In jungen Jahren und insbesondere als Schüler sieht es meistens so aus, dass am Ende es Geldes noch jede Menge Monat über ist. Und gerade in dieser Situation soll man nun eine BU-Versicherung abschließen. Das klingt nach einem sehr schlechten Deal.

Erst mal die Schule und die Ausbildung oder das Studium beenden. Dann richtig Geld verdienen und nun kann man sich den Abschluss ja noch überlegen, oder? In jungen Jahren bleibt man ja außerdem sowieso gesund und da kann man bis zur Antragsstellung noch eine Menge Geld einsparen.

Alle diese Überlegungen kann ich als Versicherungsmakler sehr gut nachvollziehen, denn auch ich war einmal in der Schule und in der Ausbildung. Und bei mir ist bis heute auch alles gut gegangen, ich habe glücklicher Weise bis dato allen schweren Erkrankungen entgangen.

Aber auch ich habe in meinem BU-Vertrag einen Ausschluss, weil ich zum Zeitpunkt der Antragsaufnahme schon diverse Vorerkrankungen mitgebracht habe. Man wird ja in der Regel weder jünger noch gesünder. Und genau hier liegt der Erste wichtige Vorteil: Da man in frühen Lebensjahren häufig weniger Krankheiten mit sich rumgeschleppt hat, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung meistens noch ohne Ausschlüsse oder Zuschläge möglich.

Auch finanziell lohnt sich langes warten nicht. Zum einen, weil der Beitrag jedes Jahr mit zunehmendem Alter steigt und in Summe auf die gesamte Laufzeit betrachtet gleich hoch oder sogar einen Tacken höher ist. Zum anderen gehören Schüler und Studenten zu den günstigsten Berufsgruppen. Auch bei einem Wechsel in einen eigentlich teureren Beruf bleibt in der Regel der Beitrag für den bestehenden Vertrag identisch.

Der Versicherungsschutz wechselt übrigens bei einem Berufswechsel auch auf die neue Tätigkeit mit – und das in der Regel zum Schüler- oder Studentenpreis. Lohnt sich!

Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler

 Junge Menschen werden niemals krank?

Es stimmt, dass mit steigenden Lebensjahren auch die Gefahr für schwere Krankheiten steigt. Schön, wenn man sich bis zu einem Bestimmten Alter darauf verlassen könnte. Leider sieht die Realität oft anders aus: auch Schüler, Azubis und Studenten können an Krebs- und Tumorerkrankungen leiden, an psychischen Problemen leiden oder auch Herz-Kreislauf- oder Nervenkrankheiten bekommen. In solchen Fällen ist fast ausnahmslos eine Unterbrechung der Schule, des Studiums oder der Ausbildung unausweichlich. Zumindest für die in einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler geforderten mindestens 6 Monate.

In diesen Fällen erhält man dann die vereinbarte Versicherungsleistung (monatliche Rente) so lange bis die bisherige Tätigkeit wieder in altem Umfang aufgenommen werden kann. Ganz egal, ob man vorher weniger oder gar kein Einkommen hatte.

Worauf ist insbesondere bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler zu achten?

Grundsätzlich gelten für Schüler, Azubis und Studenten natürlich die gleichen Grundsätze wie auch in allen anderen Berufen: die Versicherungsbedingungen sollten zwingend bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.

Zusätzlich ist hier bei einem Schüler zu beachten, dass es keine Verweisungsmöglichkeiten auf andere Schulformen gibt. Sonst könnte der Gymnasiast mit psychischen Problemen gegebenenfalls auf eine Haupt- oder Sonderschule verwiesen werden.

Beim Studenten kann es wichtig sein, dass hier auch schon der angepeilte Beruf abgesichert ist. Sollte also das weitere studieren möglich sein, der spätere Beruf aber nicht, gibt es die BU-Rente.

Starttarife können ein guter Einstieg sein

Wer sich jetzt denkt „das macht alles Sinn, aber die Beiträge kann ich mir nicht leisten“, für den könnten Starttarife eine Lösung sein. Diese Tarife sichern die gewünschte Leistung zu einem Bruchteil es Beitrags ab. Anfänglich. Denn zu Verschenken haben Versicherungen nichts. Deshalb ist der gesamte Beitrag über die Laufzeit teurer als im Normaltarif. Dafür sichere ich mir aber schon heute den wertvollen Schutz und die oben genannten Beitragsvorteile. Aber Achtung, hier gilt es aufzupassen: es gibt Anbieter, die nach der Schule den dann neu ausgeübten Beruf für den Beitrag bewerten. Von denen sollte man die Finger lassen.

Fazit

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler ist definitiv sinnvoll, günstiger und gesundheitlich meistens eher möglich als später. Den einzigen Nachteil, dass der Beitrag ja irgendwo her finanziert werden muss, kann gegebenenfalls durch einen Starttarif abgemildert werden.

 

Lesen Sie hier mehr zum Thema Verbraucherschutz und Verbraucherzentralen

Die Beste Berufsunfähigkeitsversicherung des Volkswohl Bund aller Zeiten – das behauptet der Dortmunder Traditionsversicherer zumindest von seinem überarbeiteten Produkt. Ob er hier Recht behalten wird? Das lesen Sie im aktuellen Test.

Volkswohl Bund

Gutes noch ein bisschen besser machen

Der Volkswohl Bund hat vor einiger Zeit seine Bedingungen erheblich verbessert. Nun kommt im Spätsommer ein neues Update. Was hat sich getan? Hat die „Beste BU des Volkswohl Bund aller Zeiten“ das Zeug es mit den Besten am Markt aufzunehmen?

Gute Definition des Berufs – bei Schülern geht noch etwas mehr

Wichtig ist, wie eine Versicherung die Berufsunfähigkeit definiert. Der Volkswohl Bund versichert hier die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, so wie sie in gesunden Tagen ausgeübt wurde. Neben Krankheiten und Körperverletzung reicht hier auch der einfache Kräfteverfall um an die Leistung zu kommen. Andere haben hier den mehr als altersentsprechenden Kräfteverfall versichert, was den Verbraucher in die Beweislast bringt.

Da die neue BU bereits ab dem 10. Lebensjahr abgeschlossen werden kann, ist auch die Definition eines Schülers von entscheidender Bedeutung. Leider ist hier nur die Schulausbildung ganz allgemein abgesichert. Es spielt keine Rolle wie der Schulalltag tatsächlich ausgestaltet war und welche Schulform besucht wurde.

Gleiches gilt auch beim Auszubildenden und dem Studenten. Wobei der Volkswohl Bund bei Letzterem immerhin das nach Abschluss des Studiums angestrebte Berufsbild ebenfalls versichert. Dies wird bei der Antragsstellung mit angegeben.

Auch bei Aufnahme einer neuen Tätigkeit gelten klare Regeln

Stellen Sie sich vor, Sie sind an Depressionen erkrankt und können Ihren Beruf nicht mehr so ausüben wie bisher. Wenn Sie aber fortan auf Sichtdienst verzichten, könnten Sie weiterhin Ihrem Beruf nachgehen. Es gibt aber weniger Geld. Logisch.

Der Volkswohl Bund definiert hier eine klare Grenze beim Einkommensverlust von 20%. Verdienen Sie also maximal 80% Ihres letzten Brutto, so erhalten Sie Ihre volle Berufsunfähigkeitsrente. Ein wichtiger Vorteil.

Die gleiche Regelung findet auch bei Selbstständigen Anwendung, wenn auf eine mögliche Umorganisation des Betriebs geprüft wird. Allerdings verzichtet der Versicherer auch hier auf eine Prüfung bei Betrieben mit weniger als 5 Mitarbeitern oder, wenn der Selbstständige ein Studium abgeschlossen hat und mindestens zu 90% Bürotätigkeiten ausübt.

Achtung beim Start-Tarif des Volkswohl Bund

Schüler, Azubis und Studenten (beziehungsweise deren Eltern) haben oft das Problem, dass auf der einen Seite nicht so viel Geld rein kommt, auf der anderen Seite aber eine Menge Kosten stehen. Und jetzt soll auch noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung finanziert werden (warum ein Abschluss in frühen Jahren sinnvoll ist). Da bietet es sich förmlich an, dass es sogenannte Start-Tarife gibt. Diese sind in den ersten 5 – 10 Jahren deutlich günstiger; über die ganze Laufzeit gesehen jedoch teurer. Ein Geschäft, das in Anbetracht der Wichtigkeit einer solchen Versicherung Sinn machen kann.

Beim Volkswohl Bund verhält es sich konkret so, dass die Rentenhöhe in den Jahren 6-10 jährlich fällt. Alternativ kann der Beitrag angepasst werden um den Versicherungsschutz in der Höhe aufrecht zu erhalten.

Soweit so gut.

Aber was passiert im Fall einer frühen Berufsunfähigkeit?

Sie schließen als Schüler eine BU-Rente in Höhe von 1.000,- Euro ab. Nach vier Jahren werden Sie berufsunfähig durch eine Krebserkrankung und erhalten Monat für Monat Ihre Rente. Nach weiteren fünf Jahren Behandlung haben Sie den Kampf gegen die Krankheit gewonnen und können wieder einer Arbeit nachgehen. Der Vertrag läuft Beitragspflichtig weiter.

Das Problem: die vereinbarte Rente von 1.000,- Euro hat sich nun auf 600,- Euro im Monat reduziert. Blöd für einen neuen Leistungsfall.

Verzicht auf befristete Anerkenntnisse und ein paar Gimmiks

Endlich hat sich der Volkswohl Bund in die Reihe der wenigen Anbieter geschoben, die auf die Möglichkeit eines befristeten Anerkenntnisses verzichten. Das kann vor allem bei psychischen Erkrankungen von Vorteil sein.

Außerdem wurde die Arbeitsunfähigkeitsklausel etwas überarbeitet und ist jetzt bis zum 20. Lebensjahr der Versicherten Person beitragsfrei enthalten. Leider ist diese Leistung aber nach wie vor auf maximal 18 Monate begrenzt und es muss weiterhin mit dem Antrag auf AU-Leistung auch ein Antrag auf Berufsunfähigkeitsleistung gestellt werden.

Ein Novum mit Haken zum Schluss

Der Versicherer hebt besonders hervor, dass sich die Laufzeit des Vertrags verlängern lässt, wenn die Regelaltersgrenze von dem aktuell 67. auf ein anderes Alter erhöht wird. Ganz neu ist diese Option jedoch nicht, denn auch die Inter Risk hat ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung bereits vor einiger Zeit eine solche Klausel spendiert.

So gut die Idee auch ist, leider ist die Ausübung dieser Option bis maximal zum 50. Lebensjahr möglich. Wenn also die Regelaltersgrenze bei einem heute 40 jährigen in 11 Jahren erhöht wird, nutzt ihm dies nicht mehr viel. Der Volkswohl Bund ist aber in puncto Flexibilität und Variabilität hiermit auf dem richtigen Weg.

Fazit

Es ist den Dortmunder tatsächlich gelungen an ihrem bisher sehr guten Bedingungswerk noch weiter zu feilen und in einigen Bereichen noch zu verbessern und damit den Abstand zur absoluten Spitze weiter zu verkürzen. Als Kunde sollte man allerdings Abstand vom Start-Tarif halten und bei der Dynamik zum Inflationsausgleich eine Anpassung in Höhe der Steigerungen des Verbraucherpreisindex (mindestens 2,5%) wählen, da sonst ab einer Rentenhöhe von 2.500,- Euro Schluss mit weiteren Erhöhungen ist.

Berücksichtigen Sie diese Punkte, sollten Sie die neue Berufsunfähigkeitsversicherung des Volkswohl Bund definitiv in die engere Auswahl nehmen.

 

 

Das Analysehaus Franke & Bornberg (Rating-Agentur) hat im Auftrag des Handelsblatt (das soll schon was heißen) Berufsunfähigkeitsversicherungen untersucht und kam zu dem erstaunlichen Ergebnis 18 (!) BU-Versicherer sind „sehr gut“ und 10 weitere „gut“. Ein tolles Ergebnis – möchte man meinen.

Mit der Höchstnote wurden ausgezeichnet (Zitat):

„(nach Reihenfolge der Platzierung): die Swiss Life (Swiss Life SBU), Stuttgarter (BUV-Plus, Tarif 91), HDI (SBU Ego Top), Nürnberger (Selbstständige BU nach Tarif SBU2800C), Allianz (Plus E 356), Zurich Deutscher Herold (SBU), die Bayerische (SBU Protect Komfort), Gothaer (BU Premium), Nürnberger Beamten (BSBU2800C), Barmenia (Solo BU L3651), Bayern Versicherung (EinkommensSicherung), Condor (SBU Comfort), Alte Leipziger (SBU SecurAL Tarif BV 10), Dialog (SBU-professionell), InterRisk (SBU Tarif XL), LV1871 (Golden BU mit erweiterten Leistungen), Ergo (ERGO Berufsunfähigkeitsversicherung), Württembergische (SBU).“

Demnach sind also die Swiss Life und die Stuttgarter besser als der HDI? Dabei ist der HDI der Swiss Life in gleich 3 Leistungsrelevanten und wichtigen Bedingungspunkten wesentlich überlegen:

– Differenzierung zwischen Kräfteverfall und mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall

– die Swiss Life kann im Leistungsfall alle Maßnahmen fordern, die die versicherte Person über die 50% BU Grad heilen bzw. dazu geeignet sind (und gefahrenlos und ohne besonderen Schmerzen sind) wogegen der HDI lediglich ärzliche Verordnungen zur Bedingung macht

– die Swiss Life hat keinen Dauerhaften Verzicht auf die abstrakte Verweisung in den Bedingungen verankert. Etwa dann nicht, wenn die versicherte Person für ein paar Jahre aus dem Beruf ausscheidet.

Zumal die Swiss Life in einer Summenversicherung von Schadenminderungspflicht spricht – aber werden wir nicht zu fachlich an dieser Stelle.

Auch die Stuttgarter hat im Vergleich zum HDI immerhin zwei Leistungsrelevante Kriterien unsauber für den Kunden gelöst.

Die immer noch mit „sehr gut“ bewertetet Württembergische schlägt dem Fass aber dann den Boden aus: 6 (!) Leistungsrelevante Kriterien sind zu ungunsten der versicherten Person geregelt.

Aber es ist nicht das Handelsblatt bzw. Franke & Bornberg alleine, die scheinbar willkürliche Urteile in ihrem Rating fällen.

Heute lese ich vom Test des map-report (auch eine Rating-Agentur). Dieser kommt zu dem Ergebnis, dass die Europa vor der Allianz und der HUK-Coburg Testsieger geworden ist.

Wie kommt nun map-report in ihrem Rating zu so einem völlig anderen Ergebnis? Die Europa und die HUK-Coburg sind bei Franke & Bornberg nicht mit der höchsten Bewertung ausgezeichnet worden!?

Ganz einfach: man ändert einfach die Kriterien für seine Bewertung und bewertet nun Bilanzen, Service und Beispielrechnungen.

Wie bitte!?

Immerhin gibt map-report zu (Zitat): „Es bewertet den Gesamteindruck des Unternehmens aus heutiger Sicht. Deshalb wird es nie objektiv sein.“

Aha, man bewertet also irgendetwas, schreibt dazu, dass es eigentlich Blödsinn ist, aber der Verbraucher orientiert sich später daran.

Hier die Ergebnisse

Darf so etwas sein? Dürfen die Verbraucher von Ratings und Vermittlern, die sich nicht tagtäglich mit der Materie beschäftigen, weiter in die Irre geführt werden?

Zumal die Rating-Gesellschaften noch nicht einmal eine Haftung für den Fall übernehmen, dass ein Verbraucher mit einem schlechten Schutz ausgestattet ist.