Immer wieder tauchen skuriele Meinungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung auf. Insbesondere einer wollte hier übertreiben und scheitert auf ganzer Linie.

Eine Berufsunfähigkeits-Versicherung für Kinder? Macht das überhaupt Sinn? Ist das nicht eher Geldverschwendung? Kinder haben doch noch gar keinen Beruf und gehen in der Regel noch zur Schule. Und außerdem sind doch zur Not auch noch die Eltern da und können ihre Kinder finanziell auffangen und unterstützen. Wie ich zu diesen Aussagen stehe und warum aus meiner Sicht eine Berufsunfähigkeits-Versicherung für Kinder absolut sinnvoll ist, lesen Sie im folgenden Blog.

Die Bayerische bringt ihre erste Grundfähigkeitsversicherung auf den Markt und möchte damit eine sinnvolle Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung darstellen. Warum das gelungen ist und was Sie beachten sollten, lesen Sie im aktuellen Test.

Die AXA startet in das Jahr 2019 mit einer neuen Berufsunfähigkeitsversicherung. Laut AXA sollen sich vor allem technische Berufe und alle Jobs rund um die IT angesprochen fühlen. Ob das gelungen ist lesen Sie im Test.

Das Jahr 2018 steht in den letzten Zügen. Schon wieder ist ein Jahr fast vorbei.

Dabei hat das Jahr doch gefühlt erst gestern begonnen. Geht es Ihnen da genauso?

Erst wenn man einmal an die Ereignisse und das Geschehene der letzten 12 Monate gezielt zurückdenkt, wird einem klar, was doch tatsächlich alles von „gestern auf heute“ passiert ist.

In meinem heutigen Blog geht es so ganz und gar nicht fachlich zu. Vielmehr nehme ich Sie mit auf eine Reise meiner Erlebnisse und ganz persönlichen Highlights des Jahres 2018.

Das war das Jahr 2018

Der Start in ein neues Jahr

Immer wieder gab und gibt es Änderungen im Versicherungsbereich. Viele davon erfolgen zum Jahreswechsel. Dadurch ist der Abschluss manch einer Versicherung also bis Ende Dezember noch mit ein paar Vorteilen versehen. Nicht selten führt das in den Monaten des vierten Quartals zu viel Stress, der nach der besinnlichen Weihnachtszeit und einem Silvester mit vielen Vorsätzen abfällt.

Daher ist es in der Regel zum Anfang eines jeden Jahres eher ruhig im Büro eines Versicherungsmaklers.

Das Jahr 2018 begann dieses Mal jedoch ganz und gar nicht ruhig.

Das lag zum einen daran, dass mein Blogbeitrag „WWK Beitragserhöhung Berufsunfähigkeitsversicherung – Was Sie jetzt tun müssen“ bei Google mit den geschätzten Maklerkollegen der Finanzberatung Bierl um den ersten Platz kämpfte und somit mein E-Mail Postfach und das Telefon heiß liefen.

Zum anderen liefen die Vorbereitungen für meine BU-Profi Workshops auf Hochtouren. Dazu aber später mehr.

Es war eine sehr verrückte Idee…

Rückwirkend betrachtet war es sicherlich eines meiner persönlichen Highlights in diesem Jahr – Der Hermannslauf.

Für alle, die davon noch nie etwas gehört haben: Man läuft einen schönen Waldweg mit über 600 Höhenmetern auf einer Länge von 31 Kilometern vom Hermannsdenkmal in der Nähe von Detmold zur Sparrenburg nach Bielefeld.

Das Besondere für mich war allerdings, dass ich zuvor nicht wirklich regelmäßig gelaufen bin und zudem sicherlich noch ein paar Kilos mehr mit mir herumtragen musste als zu meinen besten Zeiten.

Das größte Hindernis war aber nicht unbedingt die knappe Vorbereitungszeit von 7 Wochen. Zusätzlich unter Druck brachte mich mein Ehrgeiz: Ich wollte den Lauf in unter drei Stunden schaffen. Keine einzige Sekunde länger.

Um meine Ambitionen zu untermauern, rief ich die Aktion „Der BU-Profi läuft“ ins Leben und wettete einen Euro pro angefangener Minute bis zum Zieleinlauf.

Zu meiner großen Überraschung blieb ich nicht alleine und es fanden sich tatsächlich weitere Spender, die sich beteiligten.

Am Ende schaffte ich den Zieleinlauf in 2:59:32 Stunden und es kamen immerhin 680,- Euro an Spenden zusammen, über die Sich der Verein Bielefeld United freuen durfte.

Für mich definitiv eines meiner persönlichen Highlight! Vielen Dank auch noch einmal an alle, die hier mitgemacht haben!


Podiumsdiskussion, Webinare, Workshops

Im Jahr 2018 durfte ich auch weiter einen Bildungsauftrag wahrnehmen. Im Rahmen meiner Workshops zu den Themen Berufsunfähigkeitsversicherung und Grundfähigkeitsversicherung war ich in ganz Deutschland unterwegs.

Den Auftakt machte ich im Rahmen einer Podiumsdiskussion in der Veltins Arena in Gelsenkirchen. Kein einfaches Pflaster für einen Fan des BVB, aber was tut man nicht alles um andere glücklich zu machen 🙂

Auch die weiteren Workshops fanden teilweise vor phantastischen Kulissen statt. Besonders schön war beispielsweise ein Seminar mitten im Europa Park in Rust oder ein Vortrag im MS Weitblick mit einem tollen Blick auf München.

Als ein weiteres persönliches Highlight verbuche ich das erste Treffen des BUV Fachforums, welches federführend durch den Versicherungsmakler Torsten Breitag ins Leben gerufen wurde.

Die Zusammenfassung zu dieser tollen Weiterbildung finden Sie in meinem Blog „Ein Treffen der ganz anderen Art in Kassel. Der BU-Profi war dabei.

Insgesamt traf ich auf mehrer hundert Teilnehmer, führte tolle Gespräche und bekam interessante Einblicke in die Arbeitsweise zahlreicher Maklerkollegen .

Um ehrlich zu sein bin ich immer noch überwältigt von der durchweg positiven Resonanz!



Sehr hohe Quote an Annahmen

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung besteht eine der wichtigsten Aufgaben in der sorgfältigen Aufbereitung der Gesundheits- und Risikofragen.

Leider haben viele der Interessenten, die mich aufsuchen um sich von mir beraten zu lassen, schon die eine oder andere Vorerkrankung „mitgebracht“.

Harmlose Erkrankungen wie zum Beispiel eine Erkältung spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Jedoch reicht die Palette von Magen-Darm-Erkrankungen über psychische Erkrankungen bis hin zu komplexen Brüchen oder unerklärlichen Erkrankungen.

In der Kommunikation mit einer Versicherung ist es da sehr wichtig möglichst gut aufbereitete Daten zum Gesundheitszustand zusammen zu tragen und mit den richtigen Leuten bei den einzelnen Versicherungsunternehmen zu besprechen.

Glücklicherweise zahlt sich meine Arbeitsweise und mein fairer Umgang mit den Versicherungen aus.

Zwar stöhnt nicht selten ein Interessent, wenn ich im Rahmen meiner Vorarbeiten weitere Informationen brauche, kompetente Versicherer zahlen diese Wertschätzung aber durchaus mit guten Ergebnissen zurück.

So gelang es mir 95% aller Interessenten im Jahr 2018 zu versichern. Bei einigen war ein Ausschluss oder ein Zuschlag leider unvermeidbar, aber auch hier haben wir es hinbekommen, dass diese immer vertretbar und möglichst gut formuliert wurden um den Versicherungsschutz nicht mehr als nötig einzuschränken.

Es freut mich, dass ich auch in diesem Jahr so vielen Interessenten auf der Suche nach der passenden Absicherung eine gute Lösung anbieten konnte.

 


Fazit und Ausblick

Nun, wo das Jahr 2018 nur noch wenige Tage vor sich hat, ziehe ich mein persönliches Fazit und wage einen Ausblick in das neue Jahr.

Ich möchte mich erst einmal bei allen Kunden, den Teilnehmern meiner Workshops und Seminaren, meinen  Geschäftspartnern sowie Maklerkollegen bedanken, die mich durch dieses Jahr begleitet haben. Nur durch Euch ist dieses Jahr so gut geworden.

Danke!

Ins kommende Jahr starte ich (wie auch schon in das Jahr 2018) mit großen Zielen.

So steht unter anderem das Fachseminar des BUV Fachforums im April an. Dieses Jahr organisieren wir die Vermittlerfortbildung sogar über zwei volle Tage und sind schon vollständig ausgebucht.

Ebenfalls für Versicherungsvermittler finden zusammen mit der Bayerischen im Februar an vier Standorten intensive Workshops statt. Wer mehr dazu wissen oder sich direkt anmelden will, meldet sich einfach über mein Kontaktformular.

Es sind aber auch noch weitere Seminare und Workshops im Laufe des Jahres geplant. Seien Sie also gespannt.

Auch für meine Kunden sowie alle, die im nächsten Jahr meine Kunden werden möchten, habe ich zahlreiche weitere Optimierungen im Beratungsprozess geplant und kann ein paar exklusive Highlights bieten.

Unter anderem kann ich Ihnen bei ausgewählten Versicherungstarifen einen garantierten und vollständigen Verzicht der Prüfung einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung im Leistungsfall sichern. Mit anderen Worten: Die Versicherung kann sich dann, wenn Sie Ihre Leistung brauchen, nicht mehr darauf berufen, dass Sie im Antrag falsche Angaben gemacht haben.

Wenn Sie mehr dazu und zu meinen weiteren Highlights im kommenden Jahr wissen möchten, auch dann nutzen Sie jetzt mein Kontaktformular.

Außerdem wächst mein Versicherungsmakler Team der Lehberg Finanzdienstleistungen GbR im kommenden Jahr um weitere kompetente Unterstützung in Fragen rund um Versicherungen, Vorsorge und Finanzen.

 


Letzte Worte

Zum Schluss meines wohl letzten Blogs für das Jahr 2018 möchte ich Ihnen und Ihren Lieben schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Die meisten Kunden die über das Internet auf mich aufmerksam werden und einen Beratungstermin vereinbaren, haben schon versucht sich auf mehreren Seiten im Internet „schlau“ über das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung zu machen. Das gelingt in aller Regelmäßigkeit nicht.

Einen Begriff schnappen aber beinahe alle auf: die abstrakte Verweisung.

Was das genau ist und warum wir die abstrakte Verweisung von der konkreten Verweisung unterschieden müssen, das lesen Sie im folgenden Artikel.

Berufsunfähigkeitsversicherung Geld zurück Garantie

Stellen Sie Sich einmal vor Sie schließen eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Sie haben damit Ihre Existenz gesichert wenn Sie einmal durch eine Erkrankung oder einen Unfall nicht mehr in Ihrem Beruf weiterarbeiten können.

Das Besondere: Wenn Sie Ihre Versicherung nie in Anspruch nehmen mussten, bekommen Sie alle Ihre eingezahlten Beiträge wieder zurück.

Und wissen Sie, was das Beste an dieser Geschichte ist? Die Berufsunfähigkeitsversicherung mit „Geld-zurück-Garantie“ gibt es sogar.

Absicherung durch die Gemeinschaft

Eigentlich funktioniert eine Versicherung ganz simpel:

Eine große Gruppe von Personen zahlt einen Versicherungsbeitrag in einen gemeinsamen Topf. Diesen Topf nennt man Kollektiv.

Wenn jemand aus dieser Gruppe einen Schaden hat, der so groß ist, dass er ihn selbst nicht bezahlen kann, dann darf er sich aus diesem Topf voller Geld bedienen.

Wie hoch der Beitrag der einzelnen Personen sein muss hängt nun von ein paar Faktoren ab. Zum Beispiel ist es wichtig zu wissen, wie teuer ein möglicher Schaden werden kann. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Schaden kommt, spielt eine entscheidende Rolle. Je öfter der Fall der Fälle eintritt und je teurer dieser werden kann, je teurer muss somit auch der Beitrag sein, den jeder leisten muss.

In der Praxis ist es dann doch nicht mehr ganz so simpel, denn bei einer Versicherung müssen auch Menschen arbeiten, die die Versicherungsverträge verwalten. Da keiner gerne umsonst arbeitet und zum arbeiten auch Büroräume (im besten Fall im Winter beheizt) zur Verfügung stehen müssen, kommen also noch ein paar Kosten dazu. Auch diese müssen aus dem Topf entnommen werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung mit „Geld-zurück-Garantie“?

Berufsunfähigkeitsversicherungen gehören neben Kfz- und Krankenversicherungen unbestritten zu den teureren Policen.

Das liegt zum einen daran, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Sie berufsunfähig werden, sehr hoch ist. Zusätzlich ist auch die Höhe der Leistung bei dieser Versicherungsart sehr hoch.

Stellen Sie Sich einmal vor Sie haben eine BU-Rente in Höhe von 2.000,- Euro abgesichert und können die nächsten 10 Jahre Ihren letzten Beruf nicht mehr ausüben.

Sie bekommen dann 240.000,- Euro ausgezahlt!

Eine Absicherung in dieser Höhe kostet aber, je nach Beruf, gerne um die 100,- Euro im Monat. Passiert Ihnen also nichts, haben Sie in 10 Jahren 12.000,- Euro an die Versicherung gezahlt.

Wie tolle wäre es denn, wenn Sie die Sicherheit haben, dass Sie im Fall der Fälle 240.000,- Euro BU-Renten erhalten, wenn Ihnen aber nichts passiert bekommen Sie die 12.000,- Euro auch wieder zurück?

Genau damit werben nämlich immer wieder Versicherungsgesellschaften, Versicherungsmakler und Versicherungsvertreter.

(Wie) kann so etwas funktionieren?

Sie fragen Sich vielleicht schon ein wenig länger, wie so etwas funktionieren soll.

Denn wenn jeder, dem nichts passiert, sein Geld zurück bekommen würde ist nichts mehr im Topf für diejenigen, die es brauchen.

Es wäre ja noch nicht einmal Geld da um die Kosten der Versicherungsgesellschaft für Personal, Büroräume, Vertrieb usw. zu decken.

So kann eine Versicherung also nicht funktioieren.

 

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Also alles Betrug? – Nein, aber

Der Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird anhand der Wahrscheinlichkeit kalkuliert, dass die Versicherte Person in diesem bestimmten Beruf berufsunfähig wird.

Da aber auch ein Aktuar – das ist die Person, die diese Tarife kalkuliert – nicht in die Zukunft sehen kann, baut er vorsichtshalber eine Art Sicherheitsabschlag bzw. Sicherheitspuffer ein. Er tut also so, als wenn mehr Menschen die BU-Rente bekommen als anzunehmen ist.

Da zum Glück aber nicht jeder, der sich versichert hat, seine BU-Leistung in Anspruch nehmen muss, entsteht ein Gewinn. Diesen Gewinn darf sich die Versicherungsgesellschaft aber nicht einstecken, sondern muss mindestens 90% davon an seine Kunden als Risikoüberschuss ausschütten.

Und hier liegt auch schon der Schlüssel zum Geheimnis: dieser Gewinn wird von der Versicherungsgesellschaft nicht direkt an den Kunden Monat für Monat wieder ausgezahlt, sondern in einen Investmentfonds inverstiert. Hier sammelt sich das Geld an und profitiert von der Fondsentwicklung.

Wenn die Versicherung am Ende ausläuft ohne, dass Sie einmal berufsunfähig gewesen sind, haben Sie hier also das Fondsvermögen, das Ihnen in einer Summe ausgezahlt wird. Wenn sich der Fonds gut entwickelt hat, kann dieses Kapital gut und gerne die Höhe aller Beiträge haben, die Sie gezahlt haben.

So haben wir also die Berufsunfähigkeitsversicherung mit „Geld-zurück-Garantie“ kreiert!

Der Vorteil der Berufsunfähigkeitsversicherung mit „Geld-zurück-Garantie“

Hinter diesem Modell steckt also nichts Besonderes.

Vielleicht fragen Sie Sich an dieser Stelle auch, was denn mit den anderen Tarifen ist, bei denen es kein Geld zurück gibt. Steckt sich die Versicherung hierbei die Gewinne selbst ein?

Nein! In irgendeiner Art und Weise müssen Sie an den Überschüssen beteiligt werden. Neben der Anlage in Investmentfonds gibt es noch die Möglichkeit einen reduzierten Beitrag zu zahlen.

Wenn Ihr Beitrag zum Beispiel bei 100, Euro liegt, zahlen Sie nur 70,- Euro. Die Differenz sind die Risikogewinne.

Sie können also durchaus diese Differenz auch selbstständig anlegen.

Es gibt aber doch noch einen Vorteil, wenn die Versicherung diese Gewinne für Sie anlegt: die Auszahlung am Ende ist komplett steuerfrei für Sie!

Mein Fazit

Zum Schluss lässt sich für mich zusammenfassen, dass die Idee der Berufsunfähigkeitsversicherung mit „Geld-zurück-Garantie“ viel Marketing ist.

Allerdings lassen sich durchaus einige Vorteile aufzählen wie die Steuerfreiheit bei Auszahlung.

Wenn Sie wissen möchten, welche Art der Berufsunfähigkeitsversicherung sich besonders für Sie lohnt, dann Fragen Sich mich doch einfach. Den schnellsten und einfachsten Weg dazu finden Sie hier!

 

Höhe Berufsunfähigkeitsrente

Vielleicht kennst Du das: Du beschäftigst Dich mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung und überlegst nun wie hoch eigentlich Deine abzusichernde Rente sein sollte.

Oder Du hast bereits vor ein paar Jahren eine BU-Police abgeschlossen und fragst Dich jetzt, ob die dort vereinbarte Rentenhöhe noch angemessen ist.

Wenn Du Dich zu einen dieser beiden Personengruppen zählst, dann bist Du in guter Gesellschaft, denn die Rentenhöhe und die Ausgestaltung der Berufsunfähigkeitsversicherung werden in der Praxis häufig leider vollkommen an der Realität vorbei getroffen. Darum möchte ich Dir hier ein paar Hilfestellungen mit auf den Weg geben, wie Du die für Dich passende Absicherungshöhe ermitteln kannst.

Jeder sollte eine BU haben

Du hast sicherlich schon einmal davon gehört, dass sämtliche Politiker und auch Verbraucherschützer zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung raten. Die Aussage „jeder sollte eine BU haben“ gilt für mich aber auch je Person und nicht je Haushalt.

In der Realität kommt es nämlich häufig vor, dass der Familienversorger einen BU-Vertrag besitzt, der jeweils andere verzichtet jedoch auf eine Absicherung.

Dabei gehe ich jetzt einmal davon aus, dass die meisten, die aktuell nicht den Hauptversorger stellen, andere wichtige Aufgaben, wie zum Beispiel die Kindererziehung oder den Haushalt, übernehmen.

Jetzt stell Dir dabei eine klassische Familiensituation vor:

Der Vater geht arbeiten und verdient beispielsweise 2.500,- Euro im Monat. Die Mutter bleibt zu Hause und kümmert sich (eventuelle auch nur vorübergehend) um die Kinder und den Haushalt. Was passiert wohl, wenn die Mutter schwer erkrankt oder verunglückt? Wer regelt nun den Haushatlt? Wer kümmert sich um die Kinder?

Auch in so einer Situation sollte eine ausreichende Absicherung getroffen sein, damit der Vater letztendlich nicht „gezwungen“ wird in seinem Job runter zu fahren. Immerhin hängt die Familie ja an seinem Einkommen.

Zurück ins das Berufsleben?

Neben dem oben genannten Risiko besteht in vielen Familien auch der Plan oder Wunsch, dass beide Elternteile nach der Elternzeit wieder arbeiten gehen. Auch unter diesem Aspekt ist es vollkommen logisch, dass beide eine entsprechende Absicherung benötigen.

Wenn Elternzeit für Dich ein Thema ist, solltest Du bei dem Abschluss einer BU-Versicherung außerdem darauf achten, dass auch während des Ausscheidens aus dem Berufsleben weiterhin Versicherungsschutz für Deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit und Lebensstellung vereinbart ist. In einigen Policen kann in so einem Fall nämlich abstrakt verwiesen werden.

Bis zu 80% des Nettoeinkommens

So lautet eine allgemeine Empfehlung und auch viele Versicherungsgesellschaften versichern maximal bis zu diesen 80% des Nettoeinkommens. Auf den ersten Blick scheint diese Höhe in vielen Fällen auch auszureichen.

Höhe Berufsunfähigkeitsversicherung

Auf einer Seite, die damit wirbt Berufsunfähigkeitsversicherungen zu vergleichen, habe ich sogar folgende Empfehlung gefunden: nur 60 – 80% des Nettoeinkommens.

Allerdings solltest Du für Dich folgende Fragen beantworten:

Zum einen natürlich, ob Du von heute auf morgen einfach so von 20% weniger Einkommen leben kannst. Aus meiner Sicht ist die Einkommenskürzung von 1/5 nämlich sehr hoch.

Wenn Du diese Grundsatzfrage für Dich abklären konntest, kannst Du Dir weiter die Frage stellen, ob und wie Deine Berufsunfähigkeitsrente zu versteuern ist. Die Höhe des zu versteuernden Anteils hängt nämlich stark davon ab mit wie vielen Jahren Du berufsunfähig wirst. Je früher, desto höher ist der sogenannte Ertragsanteil. Dieser beschreibt die Höhe des zu versteuernden Anteils Deiner Rente.

Je nach Deiner persönlichen Situation kann es also passieren, dass Du Deine Rente versteuern musst und somit weniger behalten darfst.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass wir hier von eine privaten Berufsunfähigkeitsversicherung reden. Wenn Du den Vertrag über eine betriebliche Altersvorsorge oder im Rahmen einer Basis- / Rürup-Rente abgeschlossen hast, muss die Rente voll versteuert werden. Es bleibt dann definitiv wesentlich weniger übrig.

Wer zahlt Deine gesetzliche Rentenversicherung?

Wenn Du als Angestellter berufsunfähig wirst, zahlt Dein Arbeitgeber Dir auch kein Gehalt mehr. In der Folge fallen auch keine weiteren Beiträge für Deine gesetzliche Rentenversicherung an. Diese immerhin 18,6% (Stand 2018) von Deinem Bruttoeinkommen (bis zu 78.000,- Euro jährlichem Bruttoeinkommen in 2018) fehlen Dir somit.

In der Folge wird Deine gesetzliche Rente also geringer ausfallen als geplant.

Je länger Deine Berufsunfähigkeit dauert, desto deutlicher wirst Du es später bemerken: schon eine Berufsunfähigkeit von 10 Jahren führt zu einer Rentenminderung von rund 25%.

Für Dich kann es daher im Fall der Fälle sehr wichtig sein, dass Du in der Lage bist aus Deiner Berufsunfähigkeitsrente auch noch einmal eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen.

Krankenversicherungsbeitrag berücksichtigen

Auch die Krankenversicherung spielt bei der Rentenermittlung eine Rolle, denn auch im Fall einer Berufsunfähigkeit musst Du natürlich krankenversichert sein.

Da dieses Thema sehr umfangreich ist und in den Bereich der Rechtsberatung übergehen kann, empfehle ich Dir im Fall der Fälle die Beratung durch einen Rentenberater.

Bei der Frage nach der für Dich optimalen Absicherungshöhe solltest Du diese überlegung jedoch schon einmal berücksichtigen und in die Rentenhöhe einpreisen.

Versicher Dich nicht „arm“

Wenn Du Dir einmal den aktuellen Armutsbericht für das Jahr 2018 ansiehst, stellst Du fest, dass Singles mit einem Nettoeinkommen von unter 781,- Euro im Monat als Arm gelten. Bei Paaren sind es mit 1.171,- Euro etwas weniger als das Doppelte.

Ergo ist es also sinnvoll und wichtig bei der Überlegung nach der passenden Höhe Deiner Berufsunfähigkeitsversicherung nach Abzug von möglichen Aufwendungen für Steuer, Rente und Krankenversicherung, niemals unter diese Armutsgrenze zu gelangen. Stehen Dir nämlich keine weiteren Einkünfte zu, wie zum Beispiel eine Erwerbsminderungsrente, musst Du von diesem Geld leben können. Kannst Du das nicht und wirst früher oder später auf Arbeitslosengeld II (Hartz 4) angewiesen sein, wird die Sozialhilfe mit Deiner BU-Rente verrechnet.

Dann hättest Du also Geld für eine Versicherung bezahlt, die Dir unterm Strich nichts bringt.

Besonderheiten bei Azubis, Schülern und Studenten

Wenn Du noch über kein eigenes oder nur ein sehr geringes Einkommen verfügst, weil Du Azubi, Schüler oder Student bist, dann liegt die „Versuchung“ nahe auch nur eine sehr geringe Rentenhöhe zu wählen.

Bedenke hierbei aber, dass eine Berufsunfähigkeit im Zweifelsfall auch dauerhaft sein kann und Du von diesem „Einkommen“ eine ganze Weile lang leben musst und Du Dir parallel auch noch eine Vorsorge für die „Ablösung“ zum 67. Lebensjahr finanzieren solltest.

Daher empfehle ich bei der Höhe der BU-Rente, dass Du Dich an dem möglichen Einkommen nach Deiner Ausbildung orientierst. Scheitern kann dies Vorhaben aber an den Versicherungsgesellschaften selbst. Nur wenige Anbieter bieten für Azubis, Schüler und Studenten eine Rentenhöhe von über 1.000,- Euro im Monat an. Da heißt es Augen auf und vergleichen.

Wenn Du bei der Wahl der Rentenhöhe und der Auswahl der für Dich passenden Berufsunfähigkeitsversicherung auf Nummer Sicher gehen möchtest, dann drück einfach den Button hier und lass Dich von mir beraten.

Ja, ich möchte mich jetzt beraten lassen!

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Stellst Du Dir beim lesen der Überschrift schon die Frage, ob Du als Student überhaupt eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauchst? Dann solltest Du Dir unbedingt vorab meinen Artikel „Ist eine BU-Versicherung für Studenten sinnvoll?“ durchlesen. Damit erhältst Du das nötige Basis-Wissen zum verstehen dieses Artikels.

Wie ist Deine persönliche Situation?

Bevor wir uns mit der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten beschäftigen, sollten wir erst einmal prüfen welchen Status Du hast.

Liegt Dein Studienbeginn noch vor Dir und Du willst erst zum kommenden Semester oder sogar später ins Studium einsteigen? Oder bist Du bereits Mitten im Studium?

Im zweiten Fall stellt sich die Frage wie lange Du voraussichtlich noch studieren wirst: Stehst Du kurz vor dem Bachelor oder Master?

Und wenn ja, wie geht es danach für Dich weiter?

Diese Fragen nach Deiner Situation ist deswegen so wichtig, weil eine Berufsunfähigkeitsversicherung stets eine auf Dauer angelegte Tätigkeit absichert. Da ein Studium aber niemals auf Dauer ist (ok, es gibt hier Ausnahmen 🙂 ), bedarf es speziellen Regelungen im Bedingungswerk einer BU-Versicherung.

Sonst bist Du als Student nicht richtig versichert.

Dafür spielt natürlich der Zeitraum, wie lange Dein Studium noch läuft, eine wichtige Rolle.

Stehst Du kurz vor dem Abschluss und strebst danach eine auf Dauer angelegte Tätigkeit an, ist eine spezielle Klausel nicht mehr zwingend so wichtig.

Du hast es ja fast geschafft. Das Risiko als Student krank zu werden oder zu verunglücken ist somit recht gering.

Anders sieht es natürlich aus, wenn Dein Studium noch einen gewissen Abschnitt in Deinem künftigen Leben einnimmt.

Was ist versichert?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung definiert den „zuletzt ausgeübten Beruf wie er ohne gesundheitliche Einschränkungen ausgestaltet gewesen ist“ als versichert.

Wie wir oben schon geklärt haben, ist das Studium keine auf Dauer angelegte Tätigkeit, mit der der Lebensunterhalt bestritten wird, und gilt somit nicht automatisch als versichert.

Das gilt übrigens unabhängig davon, ob die Versicherungsgesellschaft Dir einen Vertrag anbietet oder nicht. Der im Antrag angegebene „Beruf“ als Student dient nämlich ausschließlich der Preisfindung.

Es geht an dieser Stelle also nur um den Preis und nicht um den Versicherungsschutz.

Damit Du auch als Student schon Versicherungsschutz bekommst, bedarf es einer gesonderten Klausel in den Verischerungsbedingungen, die den Studenten als Beruf definiert.

Was sollte in einer Studentenklausel stehen?

Viele Versicherungsgesellschaften brüsten sich damit, auch für Studenten Versicherungsschutz zu bieten.

Allerdings sind die Definitionen am Markt höchst unterschiedlich.

Die Alte Leipziger oder die LV1871 erkennen zum Beispiel die Tätigkeit des Studenten als Beruf im Sinne der Versicherungsbedingungen an. Im Leistungsfall wird also so getan, als wenn das Studium eine auf Dauer angelegte Tätigkeit wäre, mit der der Lebensunterhalt bestritten wird.

Die LV1871 stellt zudem klar, dass sie Dich im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht auf einen anderen Studiengang verweisen kann.

Das klingt schon einmal sehr gut. Es gibt aber sogar Anbieter und Tarife, die noch besser für Dich sein können.

Zum Beispiel gilt beim HDI das Mindestanforderungsprofil des Berufes versichert, der dem angestrebten Studienabschluss entspricht. Der Versicherungsschutz geht also über die Fähigkeit, das Studium fortzuführen, hinaus und sichert bereits den Abschluss des Studiums mit ab.

„Nur“ eine Klausel im Gesamtpaket!?

Bei der Auswahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten kommt es, wie Du vielleicht schon ahnst, auf das „Gesamtpaket“ der Versicherungsbedingungen an.

Neben der speziellen Regelung für Studenten könnten für Dich ebenfalls sehr interessant bzw. wichtig sein:

  • Erhöhung der versicherten Rente nach Abschluss des Studiums ohne Risikofragen (anstelle nur ohne Gesundheitsfragen)
  • spezielle Klauseln für Beamte / Dienstunfähigkeitsklausel (z.B. wenn Du auf Lehramt studierst)
  • spezielle Klauseln für Berufe in der Nahrungsmittelindustrie oder Medizin (z.B. eine Infektionsklausel)
  • kannst Du auf eine andere Berufstätigkeit verwiesen werden und welche Regeln gelten dafür?
  • wie ist die Erstprüfung (Du meldest an, dass Du berufsunfähig bist) gestaltet?
  • wie ist die Nachprüfung (die Versicherung prüft, ob Du noch immer berufsunfähig bist) formuliert?
  • Welche medizinischen Behandlungen oder Maßnahmen kann die Versicherung von Dir verlagen, wenn Du berufsunfähig bist?
  • und einiges mehr

Die Entscheidung ist am Ende immer ein Einzelfall – Deiner!

Keiner meiner Kunden ist wie der andere, denn jeder bringt andere Voraussetzungen, Wünsche und Ziele mit. Während einige meiner Kunden schon sehr genau wissen was sie nach dem Studium einmal beruflich machen werden, ist es für manach andere noch eine „alles ist später offen“- Situation. 

Hinzu kommt, dass jeder eine andere gesundheitliche Vorgeschichte mitbringt, die es zu prüfen gilt und die durchaus zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen bei den einzelnen Versicherungen führen können.

So kann Dein vermeintlich am besten passender Anbieter durch diverse Vorerkrankungen den Versicherungsschutz durch Zuschläge, Ausschlussklauseln oder gar eine Ablehnung deutlich unattraktiver machen.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten – lass Dich beraten

Du siehst: es ist gar nicht so leicht, den zu Dir passenden Versicherungsvertrag zu finden.

Das ist auch logisch (bzw. sollte es sein), denn die Vielfalt am Markt kann für Verwirrung sorgen.

Jemand, der sich nur zu seinem eigenen Abschluss mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung befasst, kann die vielen Bedingungen und Klauseln nicht durchblicken. Wie auch?

Die gute Nachricht für Dich: das brauchst Du gar nicht.

Ich helfe Dir!

Melde Dich einfach über mein Kontaktformular, besuche mich bei Facebook bei mir oder buche Dir hier direkt einen kostenlosen Termin für ein Erstgespräch mit mir.

 

 

Noch etwas: wenn Dir der Beitrag gefällt, teile ihn bitte. Dazu kannst Du einfach diese Buttons unten nutzen 🙂

Ausschlaggeben für diesen Blog war eine Diskussion in einer Versicherungsmaklergruppe bei Facebook. Ja, so etwas gibt es tatsächlich 🙂 In diesen Gespräch, besser im Text, entstand die Frage wie wichtig die Prozessquote bei der Auswahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung ist. Da ich mir gut vorstellen kann, dass sich diese Frage auch für Dich auftut (sonst würdest Du diesen Blog wahrscheinlich gar nicht gefunden haben), habe ich mich einmal ausführlich damit beschäftigt.

Prozessquote

Was ist die Prozessquote überhaupt?

Am Versicherungsmarkt werden immer wieder gewisse Kennzahlen gebildet um die Qualität einer Versicherungsgesellschaft zu beurteilen. Eine dieser Kennzahlen ist die Prozessquote. Sie soll aussagen wie gerne ein Versicherungskonzern im Fall der Fälle die Leistung verweigert und es lieber auf eine Klage und einen anschließenden Gerichtsprozess ankommen lässt.

Auf den ersten Blick denkst Du Dir nun sicherlich: Mensch, so eine Prozessquote ist verdammt wichtig. Klar, denn Du möchtest ja auch keinen Ärger mit der Versicherung haben wenn diese zahlen muss.

Erst einmal verstehen

Wenn ich persönlich etwas bewerte, dann möchte ich es vorher erst einmal verstehen. Das gilt auch für diese Kennzahl und daher habe ich mich natürlich informiert wie sich die Prozessquote zusammensetzt. Bisher wissen wir ja noch gar nicht so recht wie man jetzt auf eine Quote von 1% oder 5% kommt!?

Dazu müssen erst einmal viele Fragen gestellt werden. Zum Beispiel müssen wir wissen wie häufig zu Berufsunfähigkeitsversicherungen geklagt wurde. Dazu ist es wichtig einen Zeitraum zu definieren – meistens 12 Monate.

Dann stellt sich die Frage wie viele von diesen Prozessen werden (aus Sicht der Versicherung) zurecht geführt. Bei wie vielen Fällen hat die versicherte Person zum Beispiel Falschangaben im Antrag gemacht. Wie häufig hat die Versicherung Recht bekommen, weil per Definition in den Versicherungsbedingungen gar keine Leistung erbracht werden muss? Wie viele Kunden haben letzten Endes den Prozess gewonnen?

Ach, da kommen noch eine ganze Reihe weitere Fragen dazu. Das Problem an dieser Stelle ist leider schon, dass die Prozessquote sehr leicht manipulierbar ist und es zudem auch vorkommen kann, dass sie eine ganz falsche Aussage trifft. Stell Dir doch einmal vor eine kleine Versicherungsgesellschaft hat in einem Jahr 5 Kunden, die ihre Berufsunfähigkeitsrente beantragen. Nur ein einziger davon soll kein Geld bekommen, weil er im Antrag eine schwere Krankheit verschwiegen hat. Der Fall geht vor Gericht. Die Prozessquote beträgt aber satte 20%!

Die Allianz hingegen, als größte Lebensversicherung in Deutschland, hat mehrere hunderte Fälle pro Jahr. Hierbei kommt es vielleicht sogar zu viel mehr Problemen, diese fallen in einer Quote aber nicht so sehr ins Gewicht.

Es kann sogar vorkommen, dass sogar unterschiedliche Ratingunternehmen zu ganz unterschiedlichen Prozessquoten kommen.

Was sagt eine Prozessquote über die Zukunft aus?

Bisher kannst Du also gerne schon einmal festhalten, dass es gar nicht so einfach ist hier eine verlässliche Basis zu finden. Wie wichtig ist aber nun diese Kennzahl für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Aus meiner Sicht: gar nicht wichtig!

Das möchte ich Dir gerne kurz begründen:

  1. die Problematik der nicht sehr großen Verlässlichkeit hatten wir ja schon eben ausführlich
  2. bei Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es ganz unterschiedliche Versicherungsbedingungen. Führt die Gesellschaft nun gegen Dich einen Prozess aufgrund der Auslegung in diesen Bedingungen und gewinnt vor Gericht, hat dies zwar eine positive Auswirkung auf die Prozessquote, Du hast aber deswegen immer noch kein Geld. Besonders ärgerlich ist es dann sogar zusätzlich, wenn eine andere BU-Versicherung mit anderen Bedingungen in Deinem konkrenten Fall hätte zahlem müssen.
  3. wie ich finde ist aber das Hauptargument gegen die Bewertung einer solchen Kennzahl als Entscheidungskriterium, dass Du eine BU-Versicherung ab heute für die Zukunft abschließt. Eine Prozessquote hingegen ist immer eine Betrachtung der Vergangenheit. Suchtst Du bewusst einen Versicherer mit einer sehr geringen Quote kann es Dir in den nächsten 30 Jahren trotzdem passieren, dass sich in der Versicherung durch Vorstandswechsel oder eine neue Unternehmenskultur auch das Leistungsverhalten um 180 Grad dreht.

Worauf es wirklich ankommt!

Wenn Du die für Dich richtige Berufsunfähigkeitsversicherung suchst, dann solltest Du die zu Deiner persönlichen Situation optimalen Versicherungsbedingungen finden. Vergiss bitte nicht: auch eine Versicherung ist ein Vertrag mit zwei geschäftsfähigen Vertragsparteien. Dummerweise hat die Versicherung in der Regel ein paar gute Juristen, die die Bedingungen formulieren und nicht alles so reinschreiben wie Du es vielleicht gerade brauchst.

Zusätzlich ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, dass Du einen Vertrag mit keinen oder möglichst wenigen Ausschlüssen bekommst. In einem aktuellen Fall eines Kunden von mir geht es um die Bewertung eines Heuschnupfen. Wo die vermeintlich günstigste Versicherung mit guter Prozessquote gleich alle Allergien ausschließen will, nimmt eine andere den Kunden ohne Ausschluss an.

Auch diese Thematik spielt im Leistungsfall eine wichtige Rolle.

Fazit: lass Dich nicht verwirren und handel überlegt

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Vertrag, den Du für die nächsten 30-40 Jahre abschließst. Wenn Du durch Krankheit oder Unfall Deinen Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten kannst, soll sie Dir auch Deinen Status sichern.

So eine Versicherung sollte man nicht anhand von einer bestimmten Kennzahl wählen. Wenn überhaupt kann eine Kennzahl nur eine deutlich untergeordnete Rolle haben.

Wenn Du auf der Suche nach der für Dich optimalen Berufsunfähigkeitsversicherung bist und hier die richtige Entscheidung treffen willst helfe ich Dir gerne dabei. Hast Du schon eine BU-Versicherung und willst die Qualität der Bedingungen überprüfen? Auch kein Problem.

Buche Dir doch gerne gleich einen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch beim BU-Profi.